Ansehensverlust der Tour de France – nur in Deutschland?

20.07.2012

Am Wochenende geht die Tour de France zu Ende. Auch dieses Jahr hat es packende Duelle und Ausreißer-Versuche gegeben. Aber in Deutschland interessiert das alles kaum noch jemanden. Hier sprechen alle über Doping. Wie ist das in anderen Ländern?

Wird die Tour de France je wieder ein sauberes Rennen? Hier eine Szene von 2011 mit Alberto Contador (links). Noch bis zum 5. August ist er wegen Dopings gesperrt. Danach will er wieder Radrennen fahren. © Christophe Ena/dapd.

ist Sportjournalist der Süddeutschen Zeitung und derzeit zur Tour de France in Frankreich.Andreas Burkertist Sportjournalist der Süddeutschen Zeitung und derzeit zur Tour de France in Frankreich. 

Ende der Neunziger Jahre lockte der Radsport in Deutschland Millionen Menschen vor die Fernseher. Nach immer neuen Dopingfällen entschieden sich ARD und ZDF nun, das Rennen nicht mehr zu übertragen.

Doch auch in den Zeitungen taucht die Tour eher auf den hinteren Sportseiten auf. Mehr Schlagzeilen als die aktuellen Fahrer im Feld hat zuletzt wieder Rekordgewinner Lance Armstrong gemacht – weil er im Verdacht steht, jahrelang gedopt zu haben.

Der Radsport allgemein hat also stark an Ansehen verloren,  zumindest in Deutschland. Warum das so ist und wie es in anderen Ländern aussieht, darüber haben wir mit Andreas Burkert gesprochen. Er ist Sportjournalist der Süddeutschen Zeitung und berichtet von der Tour de France aus Frankreich.

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