Auf Tuchfühlung | Outdoor-Boom – der uniformierte Mensch

29.12.2010

Sie sind überall: die klimaregulierten, windfesten, regenabweisenden Outdoor-Jacken. Aus Funktion wurde Trend - und das nervt viele Menschen zusehends.

So sieht er aus, im Winter: der moderne Stadtmensch. Nicht alle finden das gut. /  © NidalM/flickr

Der Journalist aus Berlin zieht den Wollmantel der Outdoor-Jacke vor.Moritz HonertDer Journalist aus Berlin zieht den Wollmantel der Outdoor-Jacke vor. 

Zwischen Weihnachten und Silvester gehört er für viele einfach dazu: der Winterspaziergang. Doch was anziehen, wenn es draußen stürmt und schneit? Seit einigen Jahren gibt es für viele Menschen hier gar nichts mehr zu überlegen: Outdoor-Kleidung ist inzwischen überall. Und mehr noch: sie ist Teil unseres Alltagsbildes geworden. In den Großstädten sind die Jacken von Jack Wolfskin, North Face, Vaude oder Salewa nicht mehr wegzudenken, es ist schlicht: ein unglaublicher Boom. Allein die Deutschen lassen pro Jahr 1,6 Milliarden Euro im Outdoor-Bereich: Tendenz seit Jahren steigend, auch in anderen Ländern.

Doch muss das sein? Muss man sich gegen zweistellige Minusgrade und Frostwinde schützen, wenn man mal eben nebenan den Cafe-to-go abholt? Nein, sagt der Journalist Moritz Honert. Der ist ziemlich genervt vom Trend zur Outdoorkleidung und dem Einheitslook in den Parks und Städten. Warum, darüber haben wir mit ihm gesprochen in unserer Moderubrik “Auf Tuchfühlung”.

Egal wo man hingeht: man sieht die Dinger. Die ganze Welt zieht sich gleich an, und das ist irgendwie albern. (Moritz Honert)

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Marcus Engert

ist bei detektor.fm verantwortlich für Programm und Redaktion, unterrichtet im Master-Programm "Online Radio" der MLU und hat vor detektor.fm u.a. für die Nachrichtenagentur dapd, den BBC World Service und verschiedene ARD-Anstalten gearbeitet. Kann sich bei Kennenlern-Fragen, wenn es denn unbedingt sein muss, für Kaffee und gegen Tee, für Meer und gegen Berge, für Bier und gegen Wein entscheiden, aber niemals zwischen Hunden und Katzen.

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