Bandförderung - Wie geht das?

von Marcus Engert am

In unserem Schwerpunkt "Musikförderung für Deutschland" stellen wir zwei Förderprogramme für Bands vor - und sprechen mit jemandem, der davon profitiert hat.


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Bandförderung - Wie geht das? Aus dem kleinen Probenraum im Keller auf die großen Bühnen ist es ein weiter Weg - Förderprogramme können dabei helfen. / © bluefeeling pixelio.de

Michael Teilkemeier Michael TeilkemeierProjektleiter des »PopCamps« Wer als Musiker von der Musik leben will, hat es schwer: der Weg zum Profi ist lang, führt über dunkle Probenräume, kleine Clubs, schlecht besuchte Konzerte und lange Jahre harter Proben. Doch auf dem Weg zum Profi gibt es verschiedene Programme, die helfen können. So bietet der Deutsche Musikrat jedes Jahr fünf jungen Bands ein professionelles Coaching an, das sie auf die "echte" Welt im Musikbusiness vorbereiten soll. Dabei lernen die Musiker unter anderem, wie sie professionell auftreten und die Pressearbeit am ertragreichsten gestalten können. Was den jungen Musikern beim "PopCamp" sonst noch beigebracht wird, und wie man in das Förderprogramm kommen kann, erklärt uns Projektleiter Michael Teilkemeier.

»Michael Teilkemeier erklärt das PopCamp« herunterladen

Ina Käßler Ina KäßlerGeschäftsführerin der »Initiative Musik« Ein anderes Förderangebot für Bands, aber auch für Institutionen rund ums Musikgeschäft kommt seit 2007 von der "Initiative Musik".

Das ist eine Fördereinrichtung der Bundesregierung und soll sowohl Künstler als auch Unternehmen der Musikindustrie finanziell unterstützen.

Wie sie das machen, das fragen wir jetzt Geschäftsführerin Ina Käßler.

»Ina Käßler über die Initiative Musik« herunterladen

 

Lars Lewerenz Lars Lewerenzgründete das Label »Audiolith Records« Jemand, der von diesen Förderprogrammen profitieren konnte, ist Lars Lewerenz.

Der Gründer des Labels "Audiolith Records" erzählt im Interview, wie hilfreich diese Programme sind, wie viel Arbeit und Bürokratie darin steckt, warum er als Labelchef nicht alle Bands fördern lassen kann - und warum so manches Angebot ohne die Förderung nicht realisierbar gewesen wäre.

»Lars Lewerenz von Audiolith Records« herunterladen


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  1. volker vorndamme

    volker vorndamme am

    Mit Interesse habe ich mir das Interview von Herrn Teilkemeier angehört. Ich stimme dem zu, dass Bands heute leider zu viel Zeit damit verbringen müssen, sich um Social Media Profile, Selbstvermarktung im Internet etc. zu kümmern – statt im Proberaum an Musik zu arbeiten. Ich würde sogar behaupten, dass der Aufwand von “proben” und “vermarkten” bei den meissten Bands in eine Schieflage geraten ist. Viele Bands würden sicher weiter kommen, wenn sie mehr proben würden, statt als erstes an die Selbstvermarktung zu denken. Denn die Selbstvermarktung ist (leider) noch kein zuverlässiges Modell, um es zu etwas zu bringen. Zu sehr herrscht im Netz die Umsonst Mentaltät.

    Ich denke dass Bands mehr denn je eine starke Unterstützung dabei brauchen, wie sie menschlich miteinander umgehen, wie sie autenthisch werden, einen langfristigen Stil finden und sich selbstbewusst mit “ihrer” Musik behaupten lernen. Medien üben einen starken emotionalen Druck aus und verleiten viele dazu sich eher anzupassen, als an sich zu glauben. Aus meiner Erfahrung ist also mehr “Menschlichkeit” ist nötig, um einen verunsicherten Musiker zu stärken, in dem was er tut.

    Vielleicht einer der Gründe warum häufig der Eindruck entsteht, dass heute “alle Bands gleich klingen”.

 

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