“Das ist für unser Hirn alles nichts Neues” – warum das Netz uns nicht überfordert

09.08.2010

Das Netz macht unsere Welt immer komplexer. Ohne Vernetzung geht heute nichts mehr. Gefahr oder Chance? Ein Experteninterview mit Peter Kruse über die Auswirkungen der Netzwerkkultur auf die Gesellschaft.

Moderne, mobile Datengeräte machens möglich: jederzeit online sein. / © Michael Grabscheit pixelio.de

»Netzwerkpapst« und Leiter des Beratungsunternehmens nextpractice sagt: Komplexe Aufgaben musste unser Hirn schon immer bewältigen.Prof. Peter Kruse»Netzwerkpapst« und Leiter des Beratungsunternehmens nextpractice sagt: Komplexe Aufgaben musste unser Hirn schon immer bewältigen. 

Der moderne Mensch ist vor allem durch einen Zustand gekennzeichnet: er ist online. Egal ob zu Hause, unterwegs, am Tag oder in der Nacht – das “im Netz sein” ist schon längst kein besonderer Zustand mehr, sondern die Normalität. Die Digitalisierung dringt in alle Lebensbereiche vor, mehr noch: sie wird ein Teil unseres Lebens. Nicht wenigen erscheint das bedrohlich: Sie befürchten, dass uns das Netz überfordert.

Wie ändert das Netz das Verhalten des modernen Menschen? Kann unser Gehirn die unendlichen Informationen verarbeiten? Und werden die, die sich von der neuen Technik überfordert fühlen, auf Dauer abgehängt und ausgegrenzt?

Das fragen wir einen der profiliertesten Experten auf diesem Gebiet. Peter Kruse beschäftigt sich als Psychologe mit intelligenten Netzwerken und arbeitet an der Erforschung von kollektiver Intelligenz und der Frage, wie das Netz die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung voranbringen kann. Ob der Mensch dadurch gefährdet ist, darüber sprachen wir wir mit Peter Kruse.

Marcus Engert

ist bei detektor.fm verantwortlich für Programm und Redaktion, unterrichtet im Master-Programm "Online Radio" der MLU und hat vor detektor.fm u.a. für die Nachrichtenagentur dapd, den BBC World Service und verschiedene ARD-Anstalten gearbeitet. Kann sich bei Kennenlern-Fragen, wenn es denn unbedingt sein muss, für Kaffee und gegen Tee, für Meer und gegen Berge, für Bier und gegen Wein entscheiden, aber niemals zwischen Hunden und Katzen.

Kommentare:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *