Das Runde muss ins Eckige – über Sinn und Unsinn von Trainerwechseln

06.04.2011

Der FC Bayern schmeisst seinen Trainer raus: van Gaal, eigentlich schon auf Gnadenfrist, muss gehen. Doch was genau bringen Trainerwechsel? Wissenschaftler haben genau das untersucht.

Jetzt hat es ihn doch erwischt: van Gaal muss beim FC Bayern gehen. / © Oliver Lang (dapd)

Professor für physikalische Chemie an der Uni Münster.Andreas HeuerProfessor für physikalische Chemie an der Uni Münster. 

Er war eigentlich nur noch auf Gnadenfrist dabei: doch nach dem Unentschieden in Nürnberg machte man in München ernst. Van Gaal darf jetzt doch nicht bis zm Saisonende bleiben – er muss sofort gehen. Und auch Schalke 04 machte in dieser Saison nicht nur auf dem Platz Schlagzeilen. Der Machtkampf zwischen Trainer Felix Magath und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies sorgte für Wirbel – und zog einen Graben durch die Schalker Fans. Magath musste schließlich gehen. Für ihn kam vor wenigen Tagen Ralf Rangnick. Und das Trainerkarussel in der ersten Liga dreht sich auch bei anderen Vereinen munter weiter.

Wissenschaftler der Unis in Kassel und Münster haben nun die Studie “Usefulness of Dismissing and Changing the Coach in Professional Soccer” veröffentlicht, die sich mit den Ursachen und der Notwendigkeit von Trainerentlassungen im professionellen Fußball beschäftigt.

Einer der Autoren der Studie ist Andreas Heuer, Professor für physikalische Chemie an der Universität in Münster. Mit ihm haben wir über Sinn und Unsinn von schnellen Trainerwechseln im Profi-Fussball gesprochen.