Die Digitalisierung des Kulturerbes – Wissen für alle?

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Was passiert eigentlich mit unserem kulturellen Erbe? Wie kann es auf Dauer erhalten werden? Die Digitalisierung der Kulturgüter und deren Nutzung über Onlineportale wie "Europeana" soll die Lösung bieten.


Die Digitalisierung des Kulturerbes - Wissen für alle? Digitalisierung ist nicht einfach nur Scannen. Bei alten Werken muss der Text auch übersetzt werden und dafür braucht es Fachkräfte. Foto: © Oliver Lang / dadp

Stefan Rohde-Enslin Stefan Rohde-EnslinMitverantwortlicher der Webseite kulturerbe-digital.de. Unser europäisches Kulturerbe im Internet abrufbar, auf Dauer gespeichert und für alle frei nutzbar? Die Digitalisierung soll es möglich machen. Eine Ende Oktober 2011 ausgesprochene Empfehlung der EU-Kommission will deshalb die Digitalisierung von europäischen Kulturgütern weiter vorantreiben. Schätzungsweise 100 Milliarden Euro soll es insgesamt kosten. Zu teuer, um es allein mit Steuergeldern zu bezahlen. Deshalb soll künftig die Kooperation mit privaten Unternehmen ausgebaut werden.

Das ehrgeizige Ziel: Aus allen Mitgliedsstaaten soll ein gewisser Mindestbestand an Werken digital auf dem europäischem Onlineportal Europeana verfügbar sein. 19 Millionen Werke lassen sich auf Europeana bereits heute finden - bis 2015 sollen es 30 Millionen sein. Allein für Deutschland sieht die Empfehlung der EU-Kommission die Digitalisierung von fünfeinhalb Millionen Werken vor.

Die Webseite kulturerbe-digital.de sammelt Informationen zur Digitalisierung von Kulturgütern in Deutschland und will damit eine Gesamtübersicht zu Digitalisierungen im deutschen Kulturbereich bieten.

Über den bisherigen Fortschritt der Digitalisierung, deren Probleme und die Kooperation mit der Privatwirtschaft haben wir mit Stefan Rohde-Enslin gesprochen. Er arbeitet am Institut für Museumsforschung der Stiftung preußischer Kulturbesitz und ist Mitverantwortlicher der Webseite kulturerbe-digital.de.

»Stefan Rohde-Enslin zur Digitalisierung von Kulturerbe« herunterladen


Es wurde bereits 1 Kommentar zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. André Pleintinger

    André Pleintinger am

    Was ich aus dem Gespräch mitnehme, ist, dass das Buch nach wie vor das effektivste Speichermedium sowie “Datenarchiv” ist. Datenbestände, die vor 10 Jahren digitalsiert worden sind, gelten jetzt zum Teil schon wieder als unbrauchbar.

 

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