Sven Regener redet sich zum Urheberrecht in Rage

22.03.2012

Sven Regner hat es satt. "Die Gesellschaft, die so mit ihren Künstlern umgeht ist nichts wert", sagt er im Interview mit dem Zündfunk. Eigentlich sollte der Musiker und Autor nur ein kurzes Statement zum Urheberrecht abgeben. Daraus wurde ein fünfminütiger, leidenschaftlicher Aufreger zur Situation der Musikbranche.

Frontmann von Element of Crime: Sven Regener. © dpa / Britta Pedersen

Frontmann von Element of Crime: Sven Regener. © dpa / Britta Pedersen

“Ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, dass diejenigen, die den Inhalt liefern nichts bekommen, das ist kein Geschäftsmodell, das ist Scheiße”, sagt Regener im Interview über den aktuellen Streit zwischen Youtube und der GEMA. Youtube weigert sich bisher, die Künstler nach Anzahl der Videoklicks zu bezahlen. Und genau deswegen bekommt man bei Youtube keine Element of Crime Videos zu sehen.

“Es wird so getan, als ob wir Kunst machen würden als exzentrisches Hobby”, sagt Regener weiter. Wer Musik hören will, der müsse dafür bezahlen, genau wie er für Lebensmittel im Supermarkt bezahlt. Für Musik zu bezahlen sei eine Frage des Respekts und Anstands gegenüber den Künstlern.

Regener redet sich in den fünf Minuten völlig in Rasche: Über den Untergang der kleinen Indielabels, über die Heuchelei der Piratenpartei und die milliardenschwere Lobby hinter den Internetkonzernen. Dass Musiker, die sich kritisch zu Urheberrechtsfragen äußern schnell den „Uncool-Stempel“ aufgedrückt bekommen, sei ihm egal, sagt er. 

Das komplette Interview gibt es hier.

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