Europäisches Kulturerbesiegel: ein Label für die Geschichte Europas

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Die meisten verbinden mit dem Wort „Kulturerbe“ das UNESCO-Weltkulturerbe. Nun soll es ab 2013 auch ein gemeinsames Europäisches Kulturerbe-Siegel für den EU-Raum geben. Wozu brauchen wir das?


Europäisches Kulturerbesiegel: ein Label für die Geschichte Europas Auf Grund des Baus der umstrittenen Waldschlösschenbrücke wurde Dresden das Weltkulturerbe der Unesco aberkannt: Wie streng sind die Restriktionen beim Europäischen Kulturerbesiegel? Foto: © Norbert Millauer/ddp

Was verbindet den gebeutelten Euro-Raum noch, wenn gemeinsame Währung und Wirtschaft zerbrechen? Nichts? Nicht ganz, denn eine Verbindung bleibt bestehen: die europäische Geschichte. Damit diese Erkenntnis wieder mehr ins Bewusstsein der Europäer rückt, will die EU ab 2013 ein gemeinsames Europäisches Kulturerbe-Siegel vergeben. Und zwar an solche Stätten, die symbolisch und beispielhaft für die europäische Einigung, die Geschichte und Ideale Europas stehen.

Das Siegel wurde bereits seit 2006 im Rahmen einer zwischenstaatlichen Initiative vergeben und soll nun, nach einer am Mittwoch angenommenen Resolution, auf freiwilliger Basis für alle EU-Mitgliedsstaaten ermöglicht werden.

Was genau hinter dem Siegel steckt, weshalb es neben dem Weltkulturerbe nun auch ein Europäisches Siegel braucht und inwiefern wirtschaftliche Aspekte eine Rolle bei der Vergabe spielen, fragen wir Stefan Biermann. Er ist Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur.

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