Green Radio | Plastikmüll in den Ozeanen – ein langfristiges Problem

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Plastik ist überall: Die Zahnbürste, die wir jeden Tag benutzen, der Fleecepullover, den wir überstreifen oder der Computer, vor dem wir Tag für Tag sitzen. Plastik ist leicht, robust und in alle Formen und Farben zu bringen, die man sich wünschen kann. Doch so praktisch Kunststoffe auch sind, es gibt ein Problem: die Entsorgung. Plastik braucht zum Teil hunderte von Jahre bis es zersetzt ist, mancher Stoff wird wohl für immer bestehen bleiben. Besonders die Weltmeere sind so stark belastet, dass die Folgen für die Umwelt heute noch gar nicht absehbar sind.


Green Radio | Plastikmüll in den Ozeanen - ein langfristiges Problem Plastik braucht zum Teil mehrere hundert Jahre um sich zu zersetzen, Teile bleiben wohl für immer im Ozean. Foto: ©CFalk, pixelio.de

eine Kooperation mit dem Umweltbundesamt. Plastikmüll ist ein weltweit anerkanntes Problem und gefährdet besonders die Meere und Küsten. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen rechnet mit bis zu 6,4 Millionen Tonnen Plastik, die jährlich in den Ozeanen landen.

 

Die Folgen davon sind sichtbar – und unsichtbar. Neben strangulierten Vögeln und Robben, denen Plastikteile in die Haut einwachsen, finden sich auch Mikropartikel von Plastik in den Mägen von Fischen. Über die Nahrungskette landen Schadstoffe auch in anderen Organismen und schließlich beim Menschen.

 

Im Nordpazifik schwimmt sechs Mal mehr Plastik als Plankton. Diese Mikropartikel sind durch die Meeresströmungen zu einem gewaltigen Plastikstrudel angewachsen – doch für das bloße Auge kaum zu erkennen.

 

Bei der Plastikproduktion werden Additive eingesetzt, Zusatzstoffe wie Weichmacher oder UV-Filter, die nicht deklariert werden. Manchen von Ihnen sind besorgniserregend, weil sie im Verdacht stehen Krebs zu erzeugen. Bisphenol A, Phtalate oder Styrolverbindungen sind Chemikalien, die sich im Zersetzungsprozess von Plastik im Organismus anreichern können – und damit die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden.

 

Stefanie Werner, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Umweltbundesamtes, Thilo Maack, Meeresbiologe bei Greenpeace und Werner Boote, Autor und Regisseur des gut recherchierten Dokumentarfilmes „Plastic Planet“ sind sich einig: Hier müssen Lösungen her.

 

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Also zunächst mal ists ja so: Wenn die Badewanne überläuft, dann fängt man nicht an aufzuwischen, sondern dreht den Hahn zu.

+++Green Radio: Umwelt und Nachhaltigkeit - eine Koooperation mit dem Umweltbundesamt. Jeden Donnerstag bei detekor.fm+++

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