Hitlerfilme gescheitert

von am

Zwischen Ernst und Komik: "Eine Gradwanderung die nicht funktioniert."


Hitlerfilme gescheitert Tobias Moretti (l.) als der Schauspieler Ferdinand Marian und Moritz Bleibtreu als Joseph Göbbels. Foto: Berlinale.

Seit genau einer Woche laufen die Filmfestspiele in Berlin. Wir haben bei detektor.fm schon über vieles gesprochen: Über den Auftritt der Stars, über die Filme, über deutsche Wettbewerbsbeiträge und über einen thematischen roten Faden, der sich durch viele Filme der Berlinale zieht.

Heute allerdings, hat uns unser Berlinale-Reporter Andreas Kötzing gesagt, führt kein Weg daran vorbei, über zwei Filme zu sprechen, die beim Publikum auf wenig Gegenliebe gestoßen sind:  "Jud Süss - Film ohne Gewissen" und "Mein Kampf". Beide beschäftigen sich mit der NS-Vergangenheit.

Hören sie hier das Kritikergespräch hier noch einmal:

»Berlinale-Interview mit Andreas Kötzing« herunterladen


Es wurde bereits 1 Kommentar zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. Martin Lehwald

    Martin Lehwald am

    Nichts an der Prämisse, die der Film, genau wie das Stück - sich zu eigen macht, entspricht den Realitäten - es IST Groteske, von vorne bis hinten. Die Behauptung des ungarischen Juden Tabori, die Juden selbst wären ein TEIL dieser Gesellschaft gewesen, in der aus etwas kleinem etwas ganz, ganz Großes, Monströses geworden ist, hat in den 80er Jahren tatsächlich zu einem kleinen Skandal geführt. Aber - es ist die konsequente Gratwanderung Tabori’s, der in seinem grotesken Stück einen von Historikern nicht besonders durchleuchteten Raum erhellt hat, die wir im Film aufgegriffen haben. Beide Vorstellungen waren voll, aus beiden haben wir in der Tat beinahe ausnahmslos positive Resonanzen des Publikums mitnehmen können und wir schauen einer Auswertung des Filmes im Herbst 2010 relativ fröhlich entgegen. Insofern stimmt die Bemerkung in Ihrem Artikel leider SO nicht… Der Film kommt übrigens am 26.03. erst einmal in Österreich ins Kino (nach Teilnahme an der Diagonale), aber wir waren froh, den MARKT der Berlinale mit nutzen zu können.  Wir haben den Film produziert. Liebe Grüße. M.L

 

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