“In jedem steckt ein Hochstapler” - vom Lügen und Übertreiben

von Amelie Ernst am

Gerade hat wieder einmal ein Hochstapler für Schlagzeilen gesorgt. Sascha S. gab sich als Arzt aus und ist nun aufgeflogen. Doch sind wir nicht alle gefährdet?


“In jedem steckt ein Hochstapler” - vom Lügen und Übertreiben Viele Hochstapler wollen Götter in Weiß sein. Ärzte genießen das höchste Renommee in Deutschland. Foto: Clemens Bilan/ ddp.

Mathias Jung Mathias JungPsychologe und Autor. Der aufgeflogene Hochstapler Sascha S. praktizierte im vergangenen Sommer in der Narkoseabteilung einer Münchener Klinik – allerdings ohne irgendeine passende Ausbildung. Seine Approbationsurkunde hatte er gefälscht, doch das war bei seiner Bewerbung nicht weiter aufgefallen. Auch nicht dem Deutschen Roten Kreuz, für das er in seiner Freizeit bei Notfällen im Einsatz war. Jetzt muss sich Sascha S. unter seinem richtigen Namen vor Gericht verantworten. Über Hochstapler in der Medizin haben wir mit dem Psychologen und Buchautoren Mathias Jung gesprochen.

Hören Sie das Interview hier noch einmal nach:

»Interview mit Mathias Jung« herunterladen



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Es wurden bereits 3 Kommentare zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. Frank-Thomas  Suppee

    Frank-Thomas Suppee am

    Interessantes Interview, zeitloses Thema, aber besonderen Dank für die Frage, warum Hochstaplerei eine Männerdomäne zu sein scheint. Erst bei genauerem Hinsehen (Hinhören?) entpuppt sich die “Felicitas Krull”. Bitte dranbleiben.
    Ansonsten Kompliment zum Programm! Eine kleine technische Anregung: Kann man nicht die Länge der Beiträge anzeigen? Ich halte das nicht für abschreckend.

  2. Lisa

    Lisa am

    Hey, bin gerade beim Stöbern durch eure Seite auf das Interview gestoßen. Fand vor allem den Mann/Frau-Aspekt sehr spannend! Wünsche mir weitere so interessante Gespräche.

  3. Franz Josef Neffe

    Franz Josef Neffe am

    Nunja, die Seele hat Hunger, und wir füttern immer nur den Leib. Von kleinauf wird uns durch Er"zieh"ung in allzu vielen Fällen die Hauptrolle in unserem Leben abgesprochen und uns eine Aschenputtelrolle zugewiesen. Die Hauptrolle bekommen Dyskalkulie & Legasthenie und wir müssen jeden Tag in der Asche Erbsen zählen.
    Es ist doch eigentlich ein Glücksfall, wenn jemand dieses ewig nach unten gerichtete Spiel in sein Gegenstück verkehrt und nicht nur seine tatsächliche Hauptrolle im Leben übernimmt sondern noch eins drauflegt. Schon der Hauptmann von Köpenick hatte die Sympathie aller, weil der das konstruierte, tote Scheinsystem entlarvt und satirisch spiegelt.
    In der neuen Ich-kann-Schule wird jedem kleinen Kind schon die Hauptrolle in seinem Leben gelassen, es wird dafür geachtet und lernt, sich selbst zu achten. Wenn man eine Hauptrolle mit Substanz hat, erübrigen sich Scheinhauptriollen.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

 

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