In Kenia soll ein “Slum-Radio” den Armen Gehör verschaffen

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In Kenia wird vor allem ein Thema in den Medien noch immer ausgeblendet: die Not und das Elend der Bewohner in den Slums. Das Projekt "Radio Kijiji" soll das jetzt ändern.


In Kenia soll ein “Slum-Radio” den Armen Gehör verschaffen Ein Angehöriger des Volksstammes der Massai, die im Süden Kenias leben. In den großen Städten des Landes herrscht teilweise bittere Armut. / © U. Trampert (pixelio.de)

Heiner Hoffmann Heiner Hoffmannbetreut in Kenia das »Slum-Radio Kijiji«. Kenia steht in Deutschland für zwei sehr verschiedene Bilder. Zum einen ist da der Traumstrand und die afrikanische Naturlandschaft. Zum anderen sind da aber auch Gewalt und Armut. Die Bewohner der Slums finden in den Medien kein Gehör, ihre Not findet dort kaum statt. Mitten in Kenias zweitgrößtem Slum, in Mathare, wird deshalb jetzt ein »Slum-Radio« gemacht. Mathare ist etwa fünf Kilometer von Kenias Hauptstadt Nairobi entfernt und jeder zweite der 700.000 Einwohner ist unter 20 Jahren alt. Dort hilft Heiner Hoffmann etwa 20 Bewohnern, ihr eigenes Medium zu entwickeln. »Radio Kijiji« soll über all jene Themen aus dem Slum berichten, die in den kenianischen Medien bisher kaum eine Rolle spielen. Offiziell starten soll der Sender im Sommer. Wir haben mit Heiner Hoffmann gesprochen und ihn gefragt, warum das Projekt aus seiner Sicht notwendig ist?

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