Thetane statt Kinder – Wie Erziehung bei Scientology funktioniert

10.07.2012

Die Trennung im Hause Homes/Cruise brachte Scientology wieder ins Rampenlicht. Ihre Tochter, heißt es, soll immer tiefer in die Sekte geraten sein. Doch was passiert mit Kindern bei Scientology? Das fragen wir den ehemaligen Österreich-Chef.

Waren sie jemals eine glückliche Familie - oder von Anfang an eine geschickte PR Kampagne? © dapd/Sebastian Willnow

zuletzt Österreich-Chef von Scientology, ist 2002 ausgestiegen.Wilfried Handlzuletzt Österreich-Chef von Scientology, ist 2002 ausgestiegen. 

Ein Thema regiert im Juli 2012 die internationale Klatschpresse: Die Trennung von Schauspielerpaar Tom Cruise und Katie Holmes.

Eine Überraschung war sie nicht, denn schon lange wurde darüber spekuliert, dass die Frau des Scientology-Frontmanns sich und ihre Tochter von seinem Sektenwahn bedroht sah. In der Presse wird über zweifelhafte Erziehungsmaßnahmen spekuliert. Außerdem, heißt es, sollte die sechsjährige Tochter in ein Scientologen-Bootcamp gesteckt werden, wo körperlich belastende Praktiken durchgeführt werden.

Was ist dran an den Behauptungen der Klatschpresse? Und wie werden Kinder in der Sekte wirklich erzogen?

Das haben wir Wilfried Handl gefragt. Er war 28 Jahre Mitglied der Glaubensgemeinschaft – und ist vertraut mit den dort üblichen Praktiken.

Wenn ein Zwei- oder Dreijähriger von der Schaukel fällt, ist es ja das Normalste der Welt: man nimmt ihn in die Arme und tröstet ihn. Ein Scientologe macht das nicht.