„Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!“ – Wie Vornamen die Lehrer beeinflussen

von am

Kann ein Name wirklich über die Zukunft eines Menschen entscheiden? Mehrere Forscher haben nun eine Studie zu "Vorurteilen bei Vornamen" veröffentlicht.


„Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!“ - Wie Vornamen die Lehrer beeinflussen Wird schon bei den Namen vorsortiert? Warum Namen doch nicht nur Schall und Rauch sind. © Volker Lannert (ddp)

Astrid Kaiser Astrid KaiserSie ist Erziehungswissenschaftlerin und Professorin der Didaktik des Sachunterrichts an der Universität Oldenburg. © www.astrid-kaiser.de

Alexander ist schlauer als Marvin und Hannah schreibt bessere Aufsätze als Jaqueline.

Eine Studie belegt nun, was schon vielmals vermutet wurde: nicht nur die soziale Herkunft sondern auch die Namensgebung entscheidet über die Bildungschancen eines Kindes. Denn, auch wenn Lehrer dies häufig dementieren, wurden bei der Benotung von Kindern mit vorbelasteten Namen, wie Kevin oder Jaqueline, und "angesehenen" Namen, wie Alexander und Marie, erhebliche Unterschiede festgestellt.

In einer Onlinebefragung, bei der fast 2000 Grundschullehrerinnen und -lehrer anonymisiert teilgenommen haben, ergab die Auswertung der Fragebögen, dass die Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrer mit Vornamen auch Vorannahmen zu Fähigkeiten und Verhalten der Kinder verbinden.

Astrid Kaiser ist Erziehungswissenschaftlerin und Professorin der Didaktik des Sachunterrichts an der Universität Oldenburg und erklärt, was ihre Studie genau ergeben hat.

»Astrid Kaiser zur Vornamen-Studie« herunterladen

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben. Machen Sie den Anfang!

 

Kommentar verfassen

Einfaches HTML (<a>,<b>,<i>,<code>,<blockquote>) ist erlaubt.

Wir veröffentlichen alle Kommentare, die nicht diffamierend oder rechtlich bedenklich sind. Wir bemühen uns binnen 24 Stunden alle Kommentare freizuschalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Bildungsstudie 2011: Alles nur Unfug?

Bildungsstudie 2011: Alles nur Unfug?

Am deutschen Bildungssystem wird viel kritisiert: Turbo-Abitur, zu wenig Ganztagsschulen und mangelnde Integration ausländischer Schüler. Die kürzlich veröffentlichte Studie "Bildungsmonitor 2011" klingt dagegen positiver. Vor allem in Ostdeutschland habe sich die Lage verbessert. mehr