Antibiotika bei Kindern: zu oft, zu schnell, zu viel

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Eine Studie zeigt: bei kranken Kindern verschreiben Ärzte zu schnell Antibiotika. Im Nordosten Deutschlands sogar noch mehr als im Süden. Woran liegt das, und welche Risiken birgt es?


Antibiotika bei Kindern: zu oft, zu schnell, zu viel Ärzte verschreiben Kindern zu häufig Antibiotika. Foto: © Alexander Heimann/dapd

Gerd Glaeske Gerd Glaeskehat die Studie zur Antibiotika-Vergabe an Kinder geleitet. Jedes zweite Kind zwischen drei und sechs Jahren bekommt jährlich mindestens ein Antibiotikum. Das hat eine Studie am Zentrum für Sozialpolitik der Uni Bremen ergeben.

Dabei hängt die Häufigkeit der Verschreibung unter anderem vom Wohnort ab: In einigen Kreisen im Nordosten Deutschlands erhalten Kinder doppelt so häufig Antibiotika wie Kinder in manchen Kreisen in Süddeutschland.

Natürlich wollen Eltern, dass ihre Kinder schnell wieder gesund werden – doch wenn Antibiotika häufig eingenommen werden, besteht die Gefahr, dass sie ihre Wirkung verlieren.

Werden also deutschen Kindern zu viele Antibiotika verordnet? Und wenn ja, warum? Darüber haben wir mit dem Leiter der Studie gesprochen: Gerd Glaeske, Pharmazeut am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen.

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