Der brasilianische Gesundheitsminister fordert seine Landsleute zu mehr Sex auf - um chronischen Krankheiten vorzubeugen. Wir fragen einen Experten: ist Sex wirklich so gesund?
Dr. Jakob Pastöttersagt: »Sex macht nicht automatisch gesund.« Schade eigentlich...
Stellen Sie sich mal einen typischen deutschen Gesundheitsminister vor. Und jetzt stellen Sie sich mal einen brasilianischen Minister vor. Vom wem haben Sie das lebhaftere Bild? Wenn es das Brasilianer ist, liegen Sie damit – zumindest was die Gesundheitsminister betrifft – vielleicht gar nicht so falsch. In Brasilien machte der Gesundheitsminister nämlich gestern mit folgender Aufforderung Schlagzeilen: er forderte seine Landsleute auf, mehr Sex zu haben, um chronischen Krankheiten vorzubeugen. Ist Sex also eine Art Arznei-Ersatz für moderne Krankheiten? Macht Sex wirklich schlank, schön und entspannt? Das fragen wir jetzt den Sexualforscher und Präsidenten der deutschen Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Sexualforschung, Dr. Jakob Pastötter.
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- »Fußball darf nicht alles sein« - Die Ideen des Ministers
Brasiliens Gesundheitsminister Temporao macht sich Gedanken um die Gesundheit seines Volkes: vor allem der Bluthochdruck bereit ihm Kopfschmerzen. Am Montag sagt der Minister nach Angaben mehrerer Zeitungen: „Nein, ich scherze nicht. Im Ernst: Regelmäßige physische Aktivität heißt auch Sex, sicherer Sex, versteht sich“. Das sagte er während der Vorstellung einer landesweiten Kampagne gegen Bluthochdruck. Sex fünf Mal am Tag sei möglich - Ratsam sei aber mindestens fünf Mal die Woche. Der Minister weiter: „Sex hilft. Die Leute müssen sich bewegen. Ein Fußballspiel am Wochenende darf nicht die einzige physische Aktivität für einen Brasilianer sein.“"
