Sorgen Gewaltspiele für emotionale Abstumpfung? Antworten aus der Hirnforschung

27.04.2012

Der "Deutsche Computerspielpreis" geht an einen sogenannten "Ego-Shooter" - gern auch Ballerspiele genannt. Protest aus der Politik folgte prompt. Ein Forschungsprojekt hat nachgeschaut, was Gewaltspiele mit uns machen - in unserem Hirn.

Auf einer Aktionsfläche in der Kölner Innenstadt spielen Jugenliche auf Playstations Computerspiele. Foto: Michael Gottschalk/dapd

Gestern Abend wurde zum vierten Mal der Deutsche Computerspielpreis verliehen. Den mit 385.000 Euro dotierten Hauptpreis gewann ein Spiel mit dem Aufkler „FSK 18“. Ein sogenannter Ego-Shooter namens „Crysis 2“, in dem der Spieler die Welt vor einer Alien-Invasion befreien muss.

Bereits die Nominierung dieses Spiels sorgte bei der Politik für Aufregungen. Die Auszeichnung tut es erst recht. Unions-Politiker forderten umgehend, man solle doch solche angeblichen „Baller- oder Killerspiele“ nicht mit dieser Aufmerksamkeit bedenken.

Dahinter steht die seit Jahren anhaltenden Kontroverse, ob denn die Ego-Shooter einen negativen oder vielleicht sogar einen Gewalt auslösenden Effekt auf den Spieler haben. Antworten, und zwar rationaler Natur, hat man auch in Bonn gesucht. An der dortigen Uni haben Psychologen und Hirnforscher geschaut, welche Veränderungen im Hirn sich bei Gewaltspielen vollziehen. Wir sprechen mit dem Autor der Studie: dem Psychologen Christian Montag.