Musikvideo der Woche: Chilly Gonzales – “I Am Europe”

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Gonzales nennt sich seit kurzem wieder "Chilly Gonzales" - ob da mehr Feurigkeit reinkommt? Im Musikvideo der Woche jedenfalls gibt es schonmal genügend Stoff zum Wundern.


Musikvideo der Woche: Chilly Gonzales - “I Am Europe” Szene aus dem Video “I am Europe” von Gonzales. / © Boysnoize Records

Maurice Gajda Maurice Gajdaverfolgt stetig die Neuerscheinungen auf dem Musikvideo-Markt. Gonzales ist tot - es lebe "Chilly Gonzales". So nennt sich der Kanadier, der seit Jahren die Berliner Musikszene bereichert, seit kurzem wieder. Im Dunstkreis von Peaches und Feist zu Bekanntheit gelangt, präsentiert er nun als "Chilly Gonzales" seine neue Single als Video. "I am Europe" heißt das gute Stück, und unser Musikvideo-Experte Maurice Gajda hat sich erstmal gewundert. Denn an Europa dachte er bei den ersten Textzeilen nicht. Und auch die im Video präsente Sportart Schach ist - da sind sich Musikvideo-Experte und Moderator einig - nichts, was so einfach zu durchschauen ist. Genau wie unser Musikvideo der Woche: Chilly Gonzales mit "I am Europe".

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Das Video zum anschauen

 

CHILLY GONZALES - I AM EUROPE from Boysnoize Records on Vimeo.


Es wurden bereits 3 Kommentare zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. Thomas

    Thomas am

    Mit Verlaub, hier werden Künstler und Kunst doch etwas zu sehr aus dem Kontext gerissen bzw. dieser gar arg verdreht. Ein paar Punkte:
    Da wird gerade mal etwas viel Stuss erzählt.
    1. Jason Beck wurde 1999 von einem Fremden in Berlin bereits “Chilly Gonzales” getauft und hat den ersten Teil bloß zwischenzeitlich abgelegt.
    2. ‘Piano Battles’ gab es auch lange vor Gonzales (der u.a. gegen Andrew WK und erst kürzlich Helge Schneider antrat).
    3. Putzt er sich im Video das Gesicht und nicht die Zähne.
    4. Der Satz “I Don’t Care” fällt genauso wenig wie die vermeintlichen Zitate über Europa. Stattdessen wurde es sogar teilweise in Berlin gedreht.
    5. Wäre es vielleicht doch ganz hilfreich gewesen zu erwähnen, das es zu CGs aktuellem Album “Ivory Tower” eine gleichnamige Schachsportkomödie in voller Länge gibt und sich alle Musikvideos (auch das gerade erschienene ‘Bittersuite’) darauf beziehen. Hier die Handlung laut Pressetext:
    “Hershell (gespielt von Gonzales himself) und Thadeus (Tiga), sind Brüder und Rivalen, wenn es um das Schachspiel und die Frauen geht. Hershell ist der verlorene Sohn und als Spieler ein Purist – Thadeus ein ebenso disziplinierter wie skrupelloser Gegner. Hershell verbrachte vier Wanderjahre in Europa auf der Suche nach dem idealistischen «Jazz-Schach»: Schach um des Schachs willen, wo es einzig um die Züge geht, es keinen Gewinner und keinen Verlierer gibt. Als er nach Hause zurückkehrt, ist Thadeus kanadischer Schach-Champion, finanziell erfolgreich und gibt sich arrogant. Zudem ist er mit Marsha verlobt, Hershells Exfreundin (Peaches). Frustriert über die fehlenden Perspektiven (Jazz-Schach zieht weder den Erfolg noch die Investoren an, die Hershell sich erhofft hatte) und weil er Marsha zurückgewinnen will, fordert Hershell seinen Bruder für die kommende Meisterschaft heraus – und wirft den Fehdehandschuh.”
    Dazu Gonzales in der Spex:
    “Der Film, den ich zusammen mit Céline Sciamma geschrieben habe, ist strukturiert wie eine klassische ›sports comedy‹, wie ›Rocky‹, ›Dodgeball‹ oder ›Blades of Glory‹, ein etabliertes, von jedem Zuschauer gelerntes Format. ›Ivory Tower‹ spielt in der Welt des kanadischen Schachs. Es geht um zwei Brüder, gespielt von Tiga und mir: Der ältere – Thadeus – ist der pragmatische, karrieristisch vorgehende, zynische ›Rockstar des Schachs‹, der jüngere – Hershell, ihn spiele ich – der ›naive Künstler‹, der nach Europa geht, zurückkommt und behauptet, eine neue Spielart des Schachs erfunden zu haben, in der niemand gewinnt und niemand verliert – für ihn die ›wahre Kunstform des Schachs‹. Die Botschaft: Beide Brüder sind auf ungesunde Art und Weise Narzissten, beide gehen unterschiedlich mit den Unzulänglichkeiten des Lebens und des Schachs im Besonderen um. Ich selbst kann mich in meinem Künstlerleben weder auf die eine noch auf die andere Seite schlagen. Ich kann weder nur Pophits für Geld schreiben, noch kann ich nur Musik um der Musik Willen machen.”
    6. Hat er Feist als Produzent berühmt gemacht und nicht anders herum.

    Beste Grüße

  2. Marcus Engert

    Marcus Engert am

    Hallo lieber Thomas,

    als, ja ähm - du hast natürlich mit allem Recht. Das sind einige Fakten, die bei uns nicht oder verdreht kamen. Das tut uns leid.
    Insofern:
    a) vielen Dank für Richtigstellung und
    b) wir geloben Besserung. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, ganz klar - und unser Anspruch ist natürlich, sowas zu vermeiden. Weil das nicht immer geht, sind Leute wie du so wertvoll, die kommentieren und richtig stellen, und das nicht für sich behalten…

    Also, vielen Dank und alles Gute !

  3. Thomas

    Thomas am

    Grundsätzlich finde ich diesen Anspruch im Programm auch vielerorts bzw. fast ausschließlich wieder, nur die Videovorstellungen sind, anscheinend des Unterhaltungswertes wegen, doch zu oft frei aus der Hüfte geschossen.

    Am 28. September präsentiert (Chilly) Gonzales den Film “Ivory Tower” im Berliner Kino Babylon und zwei Tage zuvor im Frankfurter (a.M.) Mounsonturm. Beide Male am Piano natürlich.

    Beste Grüße

 

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