Verlängertes Afghanistan-Mandat: Abzug bis 2014 – Was kommt danach?

26.01.2012

Seit zehn Jahren sind deutsche Soldaten in Afghanistan stationiert. Heute hat der deutsche Bundestag über die Mandatsverlängerung für ein weiteres Jahr abgestimmt. Die Zeichen stehen auf Abzug bis 2014, aber was kommt danach?

In Afghanistan werden die deutschen Truppen im nächsten Jahr um 500 Soldaten reduziert. Foto: © Michael Kappeler/ dapd.

ist einer der renommiertesten Afghanistanexperten in Deutschland. Foto: © SWP BerlinThomas Ruttigist einer der renommiertesten Afghanistanexperten in Deutschland. Foto: © SWP Berlin 

Wie zu erwarten war hat der Bundestag heute dem neuen Afghanistan-Mandat der Bundeswehr für ein weiteres Jahr zugestimmt. Trotzdem – die Zeichen für die deutschen Soldaten stehen auf Abzug. Erstmals in zehn Jahren wird nun die Gruppenstärke von 5300 auf 4900 Soldaten reduziert. Weitere 500 Soldaten sollen Anfang 2013 abgezogen werden; für 2014 ist das Ende der NATO Kampfeinsatzes in Afghanistan geplant.

Wir haben vor der Abstimmung mit dem Afghanistanexperten Thomas Ruttig gesprochen. Er arbeitet beim Afghanistan Analysts Network und arbeitet seit zehn Jahren in Ländern wie Afghanistan und Pakistan. Er spricht mit uns darüber, ob der Abzug der Truppen für die Afghanische Bevölkerung zum richtigen Zeitpunkt kommt.

Man muss weg von der Priorisierung des Militärischen. Es hat sich erwiesen, dass die Taliban militärisch nicht zu schlagen sind. (Thomas Ruttig)

Karolin Doehne

Nach Ausbildung und Job zog es Karolin Döhne für ein Soziologie-Studium an die Uni und damit zum CampusradioDresden. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs „Kino im Kopf“ und sammelte erste Radioerfahrungen. Die konnte die durch Praktika bei detektor.fm und MDR Figaro erweitern. „Ich will Radio machen, dass ich auch selber hören möchte und das ist eben detektor.fm.“ Hier arbeitet sie seit Oktober 2012 als Redakteurin und moderiert die Sendung „detektor.fm – Der Tag“.

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