Palästina: Die Bevölkerung feiert, aber nicht ihren Präsidenten

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Eine Vollmitgliedschaft der Palästinenser in der UN scheint greifbar: In Rammallah wird die Bevölkerung die Rede von Palästinenser-Präsident Abbas live im Fernsehen mitverfolgen. Aber glauben die Palästinenser wirklich an die Staatsgründung?


Palästina: Die Bevölkerung feiert, aber nicht ihren Präsidenten Die Palästinenser fordern ihre Freiheit und einen eigenen Staat. Foto: © Henning Kaiser/ dapd

Christoph Dinkelaker Christoph DinkelakerAutor bei Zenith - der Zeitschrift für den Orient und Blogger bei Deutschlands führendem Blog zum Nahen und Mittleren Osten, Alsharq. Vor 63 Jahren gründeten Europäische Juden den Staat Israel in der Region Palästina. Seitdem herrscht der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis. In den letzten Jahrzehnten führten beide Regierung immer wieder Gespräche, die zu einem Frieden in der Region führen sollte, genutzt hat es wenig. Nun wird Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas am Freitag vor der UN-Vollversammlung die Anerkennung Palästinas als Staat fordern.

Im Hinblick auf diese Forderung ist die Stimmung in beiden Lagern angespannt. Es gibt zwei Möglichkeiten: Eine Anerkennung Palästinas als volles Mitglied in den Vereinten Nationen. Oder nur eine Status-Aufwertung Palästinas vom „Beobachter“ zum „Nicht-Mitgliedsstaat“. Beides passt den Israelis ganz und gar nicht, könnten die Palästinenser sie mit dem neuen Status vor internationalen Gerichten anklagen.

Nun wächst die Sorge vor einem unkontrollierbaren Streit über die Anerkennung Palästinas: Deutschland und die USA sprechen sich klar dagegen aus. Der amerikansiche Präsident Obama befürwortete gestern zwar eine Zwei-Staaten-Lösung, aber nicht die Aufnahme der Palästinenser in die Vereinten Nationen. Ob der Streit erneut eskaliert und welche Stimmung in der Region herrscht, fragen wir den Journalisten und Blogger Christoph Dinkelaker.

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