Ägypten: Massenproteste dauern an – Ein Blick nach Kairo

von am

Seit Tagen blickt die Welt gebannt nach Ägypten. Hier finden aktuell die größten Massenproteste seit vielen Jahren statt.


Ägypten: Massenproteste dauern an - Ein Blick nach Kairo Bundeskanzlerin Merkel neben dem ägyptischen Präsidenten Mubarak - hier beim G8-Gipfel 2009. Mubarak bekommt aktuell die ganze Wut seines Volkes zu spüren

Die Wut der Bevölkerung macht sich in erster Linie an der Person von Präsident Mubarak fest. Erst vor kurzem kam es in Tunesien zu Protesten, die Regierung von Präsident Ben Ali wurde gestürzt. Die Welt blickt aufmerksam bis besorgt zu den Geschehnissen in Nordafrika. Experten warnen auch vor weiteren Protesten in der arabischen Welt: so könnte der Jemen bald auch von Massenprotesten betroffen sein. In Ägypten kappte die Regierung das Internet, verhängte Ausgangssperren, doch die Bürger gehen weiter auf die Straße. Sie scheinen die Angst vor der Regierung verloren zu haben. Schwierig ist die Situation nicht nur für Einheimische, sondern auch für Touristen. Sie werden nun nach und nach in ihre Heimatländer ausgeflogen.

Die Lage in Kairo beobachtet Tomas Avenarius für die Süddeutsche Zeitung. Hören Sie hier das Gespräch.

»Tomas Avenarius zu den Protesten in Kairo« herunterladen


Es wurde bereits 1 Kommentar zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. Christoph

    Christoph am

    Ein wirklich sehr gutes Interview zu dem Ägyptenkonflikt. Leider machen die großen Medien ihre Arbeit zu dem Thema zum Teil echt nicht gut. Um so besser, dass es euch gibt. Die Hintergründe waren wirklich kurz und bündig beleuchtet.

 

Kommentar verfassen

Einfaches HTML (<a>,<b>,<i>,<code>,<blockquote>) ist erlaubt.

Wir veröffentlichen alle Kommentare, die nicht diffamierend oder rechtlich bedenklich sind. Wir bemühen uns binnen 24 Stunden alle Kommentare freizuschalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Tunesien und Ägypten: warum das keine Netz-Revolution ist

Tunesien und Ägypten: warum das keine Netz-Revolution ist

Die Netz-Generation ist begeistert: für sie kam die Revolution in Tunesien und Ägypten aus dem Web. Doch Harvard-Professor und Netz-Vordenker Ethan Zuckerman widerspricht. mehr