Afghanistan-Debatte im Bundestag – und das sagen internationale Experten

10.02.2010

Der Afghanistan-Einsatz war heute Thema im Bundestag. Und da gab es zwei kleine Überraschungen. Zum einen übernahm Oberst Klein die Gesamtverantwortung für den tragischen Luftschlag auf zwei Tanklaster. Zum Anderen veränderte Bundesaußenminister Westerwelle den Ton: er bezeichnete den Einsatz erstmals als „bewaffneten Konflikt“. Und er warb um Zustimmung. Zustimmung für das neue Einsatzkonzept der Bundesregierung. Demnach soll mehr Kraft in die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte gelegt werden. Das Mandat wird nun von 4500 auf 5350 Soldaten erhöht. Und die zivile Aufbauhilfe wird fast verdoppelt – auf 430 Millionen Euro. Das Thema Afghanistan bleibt auf der Agenda. Und weil es das ...

Der Afghanistan-Einsatz war heute Thema im Bundestag. Und da gab es zwei kleine Überraschungen. Zum einen übernahm Oberst Klein die Gesamtverantwortung für den tragischen Luftschlag auf zwei Tanklaster. Zum Anderen veränderte Bundesaußenminister Westerwelle den Ton: er bezeichnete den Einsatz erstmals als „bewaffneten Konflikt“. Und er warb um Zustimmung. Zustimmung für das neue Einsatzkonzept der Bundesregierung. Demnach soll mehr Kraft in die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte gelegt werden. Das Mandat wird nun von 4500 auf 5350 Soldaten erhöht. Und die zivile Aufbauhilfe wird fast verdoppelt – auf 430 Millionen Euro.

Das Thema Afghanistan bleibt auf der Agenda. Und weil es das ein derart wichtiges außenpolitisches Thema ist, haben auch wir uns in den letzten Wochen intensiv damit beschäftigt. Was uns die nationalen und internationalen Experten für Einschätzungen gegeben haben, haben wir Ihnen nochmals zusammengestellt. Hören Sie Michael Semple von der Harvard-University, den Autor Eric Chauvistré, den ehem. Kabul-Korrespondenten der BBC Alan Johnston und den renommiertesten deutschen Afghanistan-Experten Konrad Schetter:

Marcus Engert

ist bei detektor.fm verantwortlich für Programm und Redaktion, unterrichtet im Master-Programm "Online Radio" der MLU und hat vor detektor.fm u.a. für die Nachrichtenagentur dapd, den BBC World Service und verschiedene ARD-Anstalten gearbeitet. Kann sich bei Kennenlern-Fragen, wenn es denn unbedingt sein muss, für Kaffee und gegen Tee, für Meer und gegen Berge, für Bier und gegen Wein entscheiden, aber niemals zwischen Hunden und Katzen.

Kommentare:

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  • mike mcgrathy says:

    sehr gut, dass sie auch über den tellerrand schauen bei dem thema. hier haben weit mehr menschen weit klügere dinge zu sagen, als deutsche politiker, wie ein gewisser außenminister.