Arabischer Frühling: Rätselraten um die Lage in Syrien

von am

Das syrische Regime geht immer brutaler gegen die Aufständischen vor, ein enger Vertrauter von Präsident Assad tritt zurück. Aber verlässliche Informationen dringen nicht aus dem Land. Steht das Regime kurz vor dem Umsturz - oder stockt die Revolution?


Arabischer Frühling: Rätselraten um die Lage in Syrien Proteste im syrischen Douma, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus. / © syriana2011 (CC/GNU/wikimedia)

Christoph Dinkelaker Christoph DinkelakerAutor von »Zenith - der Zeitschrift für den Orient« und Blogger bei Deutschlands führendem Blog zum Nahen und Mittleren Osten, »Alsharq«. Seit März 2011 protestieren die Aufständischen in Syrien. Um eine Revolution zu verhindern, entließ Präsident Assad Ende März sein Kabinett und hob den seit 1963 bestehenden Ausnahmezustand auf. Trotzdem gehen die Menschen weiterhin auf die Straße. Gegen die anhaltenden Proteste setzt er seitdem eine zunehmend gewaltbereite Armee ein. Im Nordwesten des Landes an der Grenze zur Türkei hat sie die Offensive gegen die Protestbewegung verstärkt. Augenzeugen berichten von hunderten Festnahmen, tausende Syrier fliehen in die Türkei.

Ein enger Vertrauter von Präsident Assad, sein Cousin Rami Machluf, hat jetzt offenbar seinen Rücktritt angekündigt. Ihm gehört das größte Mobilfunkunternehmen des Landes - und für viele Syrier verkörpert er das gehasste Regime. Ist sein Rücktritt ein Versuch, die Lage noch einmal zu entschärfen? Und wieviel Verlässliches wissen wir eigentlich, da Syrien keine ausländischen Berichterstatter im Land duldet?

Christoph Dinkelaker von Zenith - der Zeitschrift für den Orient analysiert die aktuelle Situation.

»Christoph Dinkelaker zur Lage in Syrien« herunterladen

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben. Machen Sie den Anfang!

 

Kommentar verfassen

Einfaches HTML (<a>,<b>,<i>,<code>,<blockquote>) ist erlaubt.

Wir veröffentlichen alle Kommentare, die nicht diffamierend oder rechtlich bedenklich sind. Wir bemühen uns binnen 24 Stunden alle Kommentare freizuschalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Aufstände in Syrien: Kein Ende der Gewalt in Sicht

Aufstände in Syrien: Kein Ende der Gewalt in Sicht

Der syrische Machthaber Assad soll nach dem Willen der Arabischen Liga einen Waffenstillstand mit den Aufständischen in seinem Land eingehen. Doch das scheint, angesichts der Meldungen über bisher 3500 Todesopfer der Ausschreitungen mehr als unrealistisch. Wie steht es um die Revolution in Syrien? mehr