Der START-Vertrag zwischen den USA und Russland ist ratifiziert. Er regelt weitere Schritte zur atomaren Abrüstung. Was steht drin - und wie wertvoll ist der Vertrag?
Prof. Joachim KrauseLeiter des Instituts für Sicherheitspolitik in Kiel.
Die Welt erlebt eine Art politische Sensation. So stand es in einigen Überschriften. Und vor den Geschehnissen im Nahen Osten ist das Thema fast etwas untergegangen – zumindest dafür, dass es eine neue Epoche einläutet in der internationalen Sicherheitspolitik. Die Rede ist vom START-Vertrag – den haben die USA und Russland am Wochenende unterschrieben. Nach langen Jahren zähen Ringens hat man sich nun darauf verständigt, die atomaren Sprengköpfe zu reduzieren. Ob das jetzt der Beginn einer neuen Ära ist, was der Vertrag enthält, und ob die Welt wirklich sicherer wird jetzt – darüber sprechen wir mit einem Experten: dem Politikwissenschaftler Joachim Krause, Leiter des Instituts für Sicherheitspolitik in Kiel.
»START-Vertrag zur atomaren Abruestung zwischen USA und Russland in Kraft« herunterladen
Lavrov und Clintonder russische Außenminister und seine amerikanische Amtskollegin beim Austausch der Urkunden zum START-Vertrag./ © Sebastian Zwez (CC/msc)

Aus den Anfangszeiten des Kalten Krieges. Die “Baker”-Explosion - sie war Teil eines US-Atomwaffentests auf dem Bikini Atoll im Jahr 1946. / Foto: U.S. Army/ Wikipedia