Bundesverfassungsgericht fordert Neuberechnung von Hartz IV – fast nur Applaus

von am

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat heute entschieden, die Hartz IV-Sätze müssen neu berechnet werden. Bisher haben das Beamte im Arbeitsministerium gemacht.


Bundesverfassungsgericht fordert Neuberechnung von Hartz IV - fast nur Applaus Der erste Senat des Verfassungsgericht fordert eine neue Berechnung der Hartz IV-Regelsätze. Foto: Michael Latz/ ddp.

Im Bundesarbeitsministerium überlegen die Fachleute, ob man nicht künftig auch externe Fachleute bei der Berechnung von Hartz IV zu Rate ziehen soll. Die Sozialverbände jubeln und sprechen von einer Ohrfeige für die Politik. Die meisten Politiker loben leise das „wegweisende Urteil“. Doch nicht alle sind erfreut über das Urteil der Karlsruher Richter. Nikolaus Blome, der Hauptstadtbüroleiter der Bild schreibt die Richter würden damit die Steuerreform gefährden und das Wahlergebnis nachträglich verändern.

Hören Sie hier noch einmal das Interview nach.

»Interview mit Niklolaus Blome (BILD)« herunterladen


Es wurde bereits 1 Kommentar zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. Katharina

    Katharina am

    Ich finde es ja richtig, wenn man Dinge kritisch sieht und versucht, beide Seiten zu sehen. Aber bei ihm klingt das alles so, als hätte er selbst Angst um seinen Monatslohn, der ja “wieder ein bisschen kleiner” wird. Und die ganze Sache ist wieder so reißerisch aufgezogen, dass die Leute, die sich damit nicht so sehr auseinandersetzen denken “Ja richtig, wir armen kleinen Leute.”
    Irgendwie ist die Bild auch ambivalent. Einerseits berichten sie über Harzt IV Empfänger, die kein Geld haben und Flaschen sammeln müssen, um sich ein Brot zu kaufen. Und jetzt ist es ungerecht, dass der Satz erhöht werden soll.
    Unglaublich…
    Und außerdem finde ich es ein Unding eine Seite als “Gewinner” (Hartz IV Empfänger) und die andere Seite als “Verlierer” zu bezeichnen. Bei dem Interview konnt ich nur den Kopf schütteln.

 

Kommentar verfassen

Einfaches HTML (<a>,<b>,<i>,<code>,<blockquote>) ist erlaubt.

Wir veröffentlichen alle Kommentare, die nicht diffamierend oder rechtlich bedenklich sind. Wir bemühen uns binnen 24 Stunden alle Kommentare freizuschalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Neuer Lack - aus “Hartz IV” soll “Basisgeld” werden

Neuer Lack - aus “Hartz IV” soll “Basisgeld” werden

"Hartz IV" soll bald "Basisgeld" heißen. Alles nur Schönfärberei, oder ändert sich wirklich etwas? mehr