Das bedingungslose Grundeinkommen - Götz Werner vs. Gerd Habermann

von Christiane Wittenbecher am

Einer der prominentesten Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens ist der Unternehmer Götz Werner. Einer der schärfsten Kritiker ist Gerd Habermann. Beide sind bei uns im Interview.


Das bedingungslose Grundeinkommen - Götz Werner vs. Gerd Habermann Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle? Foto: Michael Gottschalk/ ddp.

Götz Werner Götz WernerStreiter fürs Grundeinkommen. Foto: dm - drogerie markt Nach Ansicht von Götz Werner würde das bedingungslose Grundeinkommen die Gesellschaft positiv verändern. Die Idee: Jeder würde einen bestimmten Betrag, der zum Leben notwendig ist, erhalten und könnte selbst entscheiden, was er machen will. Der Unternehmer Götz Werner ist einer der prominentesten Fürsprecher des bedingungslosen Grundeinkommens.

Die Menschen werden dann das tun, was sie für richtig halten. - Götz Werner

Hören Sie hier noch einmal das Interview nach:

»Gespräch mit Götz Werner« herunterladen

Gerd Habermann Gerd HabermannEr ist einer größten Kritiker des Grundeinkommens. Gerd Habermann kritisiert die Ideen von Werner. Aus seiner Sicht würde das bedingungslose Grundeinkommen zu einer immensen Abhängigkeit vom Staat führen. Habermann ist Wirtschaftsphilosoph und forscht momentan an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam.

Hören Sie das Interview zwischen Gerd Habermann und Doris Hellpoldt hier noch einmal nach:

»Gespräch mit Gerd Habermann« herunterladen

Die Vertreter des bedingungslosen Grundeinkommens überbieten noch die Sozialisten. - Gerd Habermann

Eine Einführung in die Ideen von Götz Werner finden Sie hier:

In der Schweiz haben die Grundeinkommensunterstützer Daniel Häni und Enno Schmidt einen Film gedreht:



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Es wurden bereits 14 Kommentare zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. Anonym

    Anonym am

    hmm, schöne strohmann argumente.
    oh, die bösen einwanderer, als könnte man die Auszahlung des grundeinkommens nicht auf leute deutscher Nationalität (die das auch die letzten 5 jahre waren) beschränken.

    Ich finde auch “stark” wie dieser herr habermann “lobt” “sich mit einfacher arbeit durchzuschlagen” wenn sie völlig unterbezahlt ist.

    Mit unseren hartz4 regelungen bleibt einem garnichts mehr übrig als das gesammte Familienvermögen aufzubrauchen, und dann von Lebensmittelgutscheinen zu leben. (Geld wird auf 0 sanktioniert wenn man nicht puzzles legen will)
    Menschenwürdige oder sinvolle Arbeit finden kann man da vergessen.

  2. lucius

    lucius am

    mit dem audio von götz werner scheint was nicht zu stimmen.
    da ist nur die moderatorin zu hören, die von frau wiest spricht. ???

  3. Stephanus

    Stephanus am

    Erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit Herr Habermann den Grundeinkommensbefürwortern ständig Behauptungen in die Schuhe schiebt, die er selbst erfunden hat. Einfach schlechte, teils ehrverletzende Polemik.

  4. Frank M

    Frank M am

    Kanns sein dass die Betonung falsch ist? Die Grundlage der heutigen Probleme ist die globale Ungleichheit von Staaten, die an einem Markt ohne Grenzen teilnehmen. Der Unterbietungswettlauf hat so keine Grenzen. Diesen zu stoppen ist die Hauptaufgabe einer modernen, offenen Gesellschaft, sind die 100% Konsumsteuer, die unsere Produkte (und Unternehmen) von den Sozialkosten befreien und die billigen ausländischen Produkte belastet - endlich würde mal Qualität in die Globalisierung bringen. Und wer jetzt aufschreibt UNTERNEHMEN ENTLASTEN AAAAAA, dem sei der Hinweis geboten, dass bisher alle Steuern über den Verkauf der Waren auf den Konsumenten umgelegt werden. Das bisherige System stützt die Umverteilung. Steuerlöcher werden nur von denen genutzt, die ein übergeordnetes Interesse (also Geld) daran besitzen.
    Hätte nach 1945 der Wiederaufbau so gut vonstatten gehen können, wenn die Menschen nur die Sklavereimotivation hätten?

    Mieser Sozialwissenschaftler, eingeengte Sicht, null Fähigkeit über Horizonte zu denken. Aber gut, bei mir hats auch zwei Jahre gedauert, bis ichs begriffen habe.

  5. Frank M

    Frank M am

    Nachtrag: aus politikwissenschaftlicher Sicht wäre das ein höchst interessanter Prozess, der den wissenschaftlichen Diskurs endlich von der Entfremdung befreien würde. Politik wäre nicht zu 90% von Sozialstaatsfragen geprägt, die Bürger weniger von Versprechen abhängig. Der Bürger ist letztendlich schon Sklave des Staates, bei derart geringen K die auch die Verschuldungsspirale immer weiter drehen. Was hat das bisherige System gebracht? Es wird zwangsläufig an einem Nullpunkt enden, wenn Wettbewerb immer nur ums “weniger” und “billiger” kreist. Wir brauchen einen neuen Ansatz. Ich befürchte jedoch, dass es erst einiger Generationen bedarf, die mit einem Gedanken von Gleichberechtigung und Selbstverpflichtung aufwachsen, bis sich eine solche Fundamentalreform durchsetzen kann. Die jetzige alte Generation ist noch viel zu sehr mit der Druchdringung der neuen technischen Möglichkeiten beschäftigt. Wie soll es da auch noch eine Durchdringung neuer sozialer Konzepte geben? Allein der komparative Vorteil, Geld nicht mehr zur Verwaltung von Arbeitslosen einzusetzen, als zu ihrer Versorgung, ist enorm. Ich freue mich auf die neue Phase. Und das beste. Fängt ein Land an, würden andere folgen müssen, da ihre Produkte auf dem Weltmarkt mit den eigenen Sozialkosten belegt sind. Derzeit “renoviert” Deutschland auf Kosten anderer Nationen seinen Haushalt, wie von der OECD kritisiert.

  6. marcus

    marcus am

    die argumente der kritiker kann man immer auf letztendlich eines herunterbrechen: „wer, aber wer macht dann die ganze drecksarbeit?“

    bezeichnenderweise wird dieser punkt auch jeweils von eher wolhabenden teilnehmern geäussert.

    wenns nur das ist lieber herr habermann wie auch herr friedmann—dieses „problem“ wird sich sicher irgendwie lösen lassen.

  7. Tanina Winter

    Tanina Winter am

    Ja, die Frage nach der Drecksarbeit. Man hört förmlich die Angst raus, keiner macht’s mehr, womöglich bleibt’s an mir hängen? Hilfe! Ihhh.
    Wo wir doch so viele Haupt- und Sonderschüler und Ausländer für die Drecksarbeit haben, die ja quasi eigentlich dafür geboren sind, oder es sich durch ihre Schulbildung ausgesucht haben!
    Meine Fresse, ganz schön borniert!

  8. Mamu

    Mamu am

    Herr Habermann ist ja auch schon Staatsskalve, sogar ein gut bezahlter! Ob er jetzt wirklich so leidet!
    Er mit seinem Staatsgehalt, sollte es vielleicht mal auf Hartz4 Niveau senken und dann würdevoll in Armut leben trotz Vollerwerbsarbeit.
    Solche Intellektuellen [von der Redaktion entfernt], von denen haben wir leider mehr als genug!
    Armut ist und bleibt Armut ob in Haiti, Indien oder Deutschland!
    Und dann das populistische Argument von wegen Hartz4 Empfänger mit Seesicht! Der missgönnt den Steuerzahler und Empfänger wohl alles ob wohl er genau so am Staatstopf hängt!

  9. Marcus Engert

    Marcus Engert am

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  10. alex

    alex am

    au backe!!
    der herr habermann ist ja schwer krank-mach mir da echt bissl sorgen!
    wie kann man nur so depressiv und pessimistisch sein,dass man nicht mehr klare bilder sehn kann.
    wer nicht arbeitet soll auch nix essen?
    herr habermann! ich bin schwerbeschädigt,wollen sie mich aushungern,oder welche (...) lösung hätten sie?übrigens kann ihnen das schon mit dem kleinsten ausrutscher bei glatteis geschen-gute träume!
    ansonsten sollte dieser (...) mensch sofort aus dem lehramt genommen werden! wer mag das veranlassen?

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  11. Ironiker

    Ironiker am

    Schlaraffenland genießen! Solange es noch irgendwie aufrechterhalten werden kann. Derzeit gehts stramm Richtung Finanzierung mit der Notenpresse. Wenn dann mal Staatsbankrott ist, muss eh jeder schauen, wo er bleibt. Schadet nicht, dann doch noch ein kleines Guthaben - ob aus Hartz IV, aus Schwarzarbeit, als Freiberufler oder als Unternehmer angespart - auf den Seychellen gebunkert zu haben. Ansonsten: Umverteilung Marsch! Solange ich genug davon abbekomme.

    “Der Staat ist die große Fiktion, nach der sich jedermann bemüht, auf Kosten jedermanns zu leben.” Frederic Bastiat

    Versuchen wir noch ein Weilchen, etwas vom Kuchen abzubekommen, so lange die Regierungen noch etwas zu verteilen haben.

  12. Alex

    Alex am

    Mir ist ganz schön schlecht nachdem ich mir angehört habe was dieser Herr Habermann für ein Menschenbild hat und wie der redet über Menschen die einen harten Vollzeit-Job machen um trotzdem zu wenig Geld zu verdienen für ein Menschenwürdiges Leben!

    Man merkt, dass es ihn einfach nicht interessiert wie es den Menschen geht!

  13. Max Rasmussen

    Max Rasmussen am

    Herr Habermann, da hab ich am Stammtisch nach 5 Bier schon bessere Gegenargumente gehört.
    Dafür, dass Sie Professor sind haben sie erstaunlich wenig Ahnung von dem Thema.

  14. Ralf

    Ralf am

    Das ganze Gejammere darüber, wie schlecht es uns geht bringt nichts.
    Wir sind das Volk!! heißt es und nur wir können unseren Politikern Druck
    machen, in dem wir endlich laut unseren Unmut bekunden.
    Susanne Serena Kreth hat das in Ihrem offenen Brief an die Bundesregierung
    in eindrucksvoller Weise auf den Punkt gebracht .
    Man kann Ihn auf Ihrer Internetseite lesen und herunterladen.
    Ich würde mir wünschen, daß Tausende Menschen diesen Brief ebenfalls an
    unsere Bundesregierung Senden.

 

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