Debatte um Betreuungsgeld: nur kurzfristig gespart oder auch langfristig sinnvoll?

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Die Debatte um das Betreuungsgeld hält an. Wäre es nicht sinnvoller, mit dem Geld Kitaplätze zu finanzieren - zumindest teilweise?


Debatte um Betreuungsgeld: nur kurzfristig gespart oder auch langfristig sinnvoll? In Kindertagesstätten erlernen Kleinkinder unter anderem auch soziale Fähigkeiten. © Thomas Haentzschel/dapd

Norbert Hocke Norbert Hockefordert: Kita-Plätze statt Betreuungsgeld. Wie ein mögliches Betreuungsgeld aussehen kann, wird noch immer diskutiert. Aktuell soll es Medienberichten zufolge auf die Bezüge von Hartz-IV-Empfängern angerechnet werden - so dass diese es unter dem Strich nicht erhalten. Damit  entfiele der Anreiz, Kinder nur des Geldes wegen zu Hause zu lassen.

 

Das sogenannte Betreuungsgeld soll denjenigen Familien gezahlt werden, die ihre Kinder selbst betreuen und keinen Kita-Platz in Anspruch nehmen. Dafür bekämen Eltern anfangs 100 Euro, später 150 Euro. Insgesamt 1,2 Milliarden Euro würde das die Bundesregierung jährlich kosten.

 

Hintergrund: Ab 2013 haben Eltern Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Doch aktuell gibt es zu wenige Plätze in Kindergärten. Die Einführung eines Betreuungsgeldes scheint das Problem des Kita-Platzmangels damit nur zu verschieben.

 

Wäre es nicht sinnvoller, das Geld sofort für neue Kita-Plätze zu investieren? Darüber haben wir mit Norbert Hocke, dem Leiter des Bereichs "Jugendhilfe und Sozialarbeit" der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gesprochen.


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Es wurde bereits 1 Kommentar zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. skaster

    skaster am

    die hundert euro (oder 150)  findet man also ausreichend um frauen (oder auch den ein oder anderen mann) für die aufgabe der eigenen erwerbstätigkeit zu entschädigen?
    ich werd das gefühl nicht los, dass man damit einfach versucht, sich vor der klagewelle zum eintritt des rechtsanspruchs auf betreuung zu schützen, ist aber leider zu wenig “schweigegeld”
    wenn ich mein kind zu hause betreuen will, dann tu ich das auch, ohne diese bekloppten 100€, denn wenn man das einer betreuung in einer einrichtung/ tagesmutter vorzieht, hat das ja gründe, die nicht im materiellen liegen!
    ich fänd es gut, wenn man das betreuungsgeld der frau schröder zwangs- und testweise auszahlt, damit sie endlich zu hause bleibt!

 

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