Nach der NRW-Wahl: Die Linke in der Krise?

14.05.2012

Die Linke ist zum zweiten Mal in einem westdeutschen Bundesland abgeschmiert. Muss jetzt Oskar Lafontaine übernehmen? Ja - sagt Diether Dehm.

Kann er Die Linke retten? Die Rufe nach Oskar Lafontaine werden lauter. Foto © Candy Welz / dapd.

Vorstandsmitglied der Linken. Foto: © Nigel Treblin /dapdDiether DehmVorstandsmitglied der Linken. Foto: © Nigel Treblin /dapd 

Die Linke hat im Moment keinen guten Stand. Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig Holstein ist sie klar an der Fünf-Prozent Hürde gescheitert. Im Moment ist Klaus Ernst alleiniger Parteivorsitzender. Gesine Lötzsch war im April aus familiären Gründen zurückgetreten. Jetzt will Ernst, dass Oskar Lafontaine ihr Nachfolger wird – nur der genießt aber keinen geschlossenen Rückhalt in der Partei.

Besonders die ostdeutsche Linke sträubt sich und will lieber den stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch. Und auch Sarah Wagenknechts Name wird immer wieder genannt – die aber, so heißt es, sieht zu große inhaltliche Differenzen zu Dietmar Bartsch.

Wo das Personal-Gezeter noch hinführen soll und ob die Partei im Westen überhaupt noch eine Zukunft hat, haben wir Diether Dehm gefragt. Er ist Mitglied im Vorstand der Partei und Europapolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag.

Es wird sich bald rausstellen, dass die Piraten nichts auf der Pfanne haben außer Dampfgeplauder. (…) Wenn Oskar Lafontaine antritt, hat sich das mit Bartsch! Ich halte auch nicht so viel von ihm…

P.S.: Die schlechte Tonqualität aufgrund der schlechten Verbindungsqualität bitten wir zu entschuldigen.