Die EU-Staaten geben sich selbst strengere Haushaltsregeln – doch zwei Länder sind gegen den sogenannten "Fiskalpakt". England und Tschechien wollen keine europaweite Schuldenbremse. Warum?
Jens Boysen-Hogrefevom Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel.
Die Eurostaaten haben sich strengere Haushaltsdisziplin verordnet – 25 von 27 sind dabei, nur England und Tschechien lehnen eine europaweite Schuldenbremse ab.
Dieser sogenannte "Fiskalpakt" besagt, dass die Schulden eines Landes höchstens noch 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen dürfen, sonst gibt's Klagen und Geldstrafen.
Warum wollen sich England und Tschechien nicht beteiligen und inwieweit beeinflusst diese Endscheidung die EU-Schuldenkrise? Darüber sprechen wir mit Jens Boysen-Hogrefe vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Dort forscht er u.a. im Bereich Konjunktur und Öffentliche Finanzen.
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Dass Länder mit europaskeptischen Staatsführern beim Fiskalpakt eher ausscheren, ist nachvollziehbar. (Jens Boysen-Hogrefe)

Der tschechische Staatspräsident Nečas will, dass sich die EU aus Tschechiens Geldgeschäften raushält. Foto: © Oliver Lang/dapd