Fördert der Bachelor die Ghostwriter-Branche?

02.08.2010

Die meisten Studenten bekommen Herzrasen, wenn sie an ihre Abschlussarbeit denken. Ist es moralisch vertretbar, dem Stress aus dem Weg zu gehen und einen Ghostwriter zu engagieren?

Bücher wälzen in Bibliotheken gehört zum Arbeitsalltag eines Ghostwriters. Foto:Jens Schlueter/ ddp

hat sich mit dem Dasein des Ghostwriters beschäftigt.Anja Datan hat sich mit dem Dasein des Ghostwriters beschäftigt. 

Offenbar findet nicht jeder Student gefallen daran, mehrere Wochen in der Bibliothek Bücher zu wälzen. Wer ein finanzielles Polster hat, kauft sich also einfach seine Abschlussarbeit. Hausarbeiten, Diplomarbeiten, Doktorarbeiten – Jura, BWL, Politik – alles wird geschrieben, so lange pünktlich gezahlt wird. Die akademischen Autoren, besser bekannt als Ghostwriter, werden von professionellen Agenturen an Studenten und angehende Absolventen vermittelt. Dabei bleiben beide Seiten lieber anonym. Schließlich kann diese Form des “Schummelns” gravierende Auswirkungen haben. Man stelle sich nur mal vor, von einem Artzt behandelt zu werden, der seinen Doktortitel gekauft hat.

Redakteurin Anja Datan hat Ghostwriter Tobias Schmitt getroffen und hat unter anderem heraus gefunden, wie der Alltag eines Ghostwriters aussieht und wie er seine Arbeit selbst moralisch betrachtet.

Hören Sie hier den Beitrag von Anja Datan:

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