Großbritannien hat gewählt – und im Unterhaus fehlt plötzlich eine Bank

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Warum das Mehrheitswahlrecht ungerecht ist, diesmal seine Schwächen offenbart hat - und sich daran vermutlich trotzdem nichts ändern wird.


Großbritannien hat gewählt - und im Unterhaus fehlt plötzlich eine Bank London: Houses of Parliament und Big Ben bei Nacht. / © Michael Löffler pixelio.de

Alfred Grosser Alfred Grosserdeutsch-französischer Publizist und einer der renommiertesten Politikwissenschaftler. / © Patrik Stollarz (ddp) Großbritannien hat gewählt - und für alles gesorgt, nur nicht für Klarheit. Der britische Premierminister Gordon Brown und die Labourpartei sind die großen Verlierer der gestrigen Wahl in Großbritannien. Die britischen Konservativen, geführt von David Cameron sind zwar als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgegangen, haben aber trotzdem nicht die notwendige Mehrheit zur Regierungsbildung. Dieses Recht bleibt Gordon Brown vorbehalten, da das Wahlergebnis ein so genanntes „hung parliament“ ist, in dem es keine klaren Mehrheiten gibt. Brown muss jetzt versuchen, eine Koalitionsregierung zu bilden – keine leichte Aufgabe.

Wir sprechen mit dem Politikwissenschaftler Alfred Grosser über den Ausgang der Wahl, die Möglichkeit einer baldigen Neuwahl, die Untiefen des britischen Wahlssystems und das Sitzproblem, dass sich plötzlich im House of Commons bildet.

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Ich weiß nicht, wie das House of Commons jetzt sitzen wird. Da fehlt einfach eine Bank.

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