Halbzeitbilanz für schwarz-gelbe Sozialpolitik

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In Europas Schuldenkrise wird die Sozialpolitik schnell zur Nebensache. Doch nach zwei Jahren schwarz-gelber Regierung ist es an der Zeit für eine Bilanz, findet Armutsforscher Christoph Butterwegge. Und seine Bilanz fällt eher kritisch aus.


Halbzeitbilanz für schwarz-gelbe Sozialpolitik Die Hälfte der Regierungszeit von Schwarz-Gelb ist um. In der aktuellen Schuldenkrise wird vielen sozialpolitische Fragen wenig Beachtung geschenkt. Foto: © Michael Kappeler/ dapd

Christoph Butterwegge Christoph ButterweggePolitikwissenschaftler und Armutsforscher. Dieser Tage jährt sich die Unterzeichnung des Koalitionsvertrags der schwarz-gelben Koalition zum zweiten Mal. Die CDU/CSU-FDP-Bundesregierung hat also Halbzeit. Vorausgesetzt, sie hält auch wirklich bis zur kommenden Bundestagswahl durch - Zeit für eine Bilanz.

Momentan befasst sich die Regierung vor allem mit der Eurorettung. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit dominierten aber noch andere Themen, so zum Beispiel die Sozialpolitik. Für Diskussionen sorgten vor allem das Hartz-IV-Urteil und dessen Folgen.

Der Kölner Politikwissenschaftler und Armutsforscher Christoph Butterwegge ist Autor des Buches „Krise und Zukunft des Sozialstaats“ und hat es nach zwei Jahren christlich-liberaler Koalition extra noch einmal überarbeitet. Im Gespräch mit detektor.fm zieht er eine kritische sozialpolitische Halbzeitbilanz für Schwarz-Gelb.

»Christoph Butterwegge mit einer Halbzeitbilanz der schwarz-gelben Bundesregierung« herunterladen


Christoph Butterwegge bei Anne Will:


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  1. Stefan Wehmeier

    Stefan Wehmeier am

    Wenn ein Politiker sagt, “Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass…”, ist davon auszugehen, sofern wir ihm keine böse Absicht unterstellen, dass er sich eine Sache etwas gründlicher überlegt hat als der so genannte Normalbürger, der dazu möglicherweise eine andere Meinung hat.

    Doch angesichts der allgemeinen Ratlosigkeit der Politiker stellt sich die Frage: Wie weit müssen die Überlegungen wirklich gehen, um zur “Finanzkrise” nicht bloß eine “Meinung” zu haben, sondern zu wissen, wodurch sie entstanden und wie sie zu beenden ist?

    “Die einzige Möglichkeit, die Grenzen des Möglichen zu entdecken, ist, sich über diese hinaus ein Stück ins Unmögliche zu wagen.”

    Arthur C. Clarke (2. Gesetz der Zukunft)

    Die Politiker sind deshalb ratlos, weil es ihnen aufgrund ihrer “gesellschaftlichen Position” unmöglich ist, sich ins “Unmögliche” zu wagen: http://www.deweles.de

 

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