Statistik-Streit: Bestimmt mein Einkommen, wie alt ich werde?

12.12.2011

Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hat große Aufregung aufgelöst. Demnach sterben Menschen, die deutlich weniger verdienen als der Durchschnittsbürger, früher. Die Bundesregierung fühlt sich missverstanden.

Wenig Gehalt = geringe Lebenserwartung? / Foto: © Norbert Millauer/ddp

ist rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke.Matthias Birkwaldist rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke. 

Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. Diese Binsenweisheit bestimmt auch die Debatte rund um eine Anfrage der Linksfraktion. Sterben Geringverdiener früher als andere? Die Linksfraktion glaubt: ja. Und sie stützt ihren Glauben auf eine Antwort der Bundesregierung. Statistisch 75,5 Jahre sollen Menschen mit niedrigem Einkommen durchschnittlich werden. Vor zehn Jahren waren es noch 77,5 Jahren. In Ostdeutschland sterben schlecht verdienende Menschen sogar noch früher. Das Bundesarbeitsministerium dementiert die Zahlen und erklärt sie für falsch.

Wir haben mit dem rentenpolitischen Sprecher der Bundestagfraktion der Linken, Matthias Birkwald, gesprochen. Warum er den Zahlen glaubt, hören Sie im Interview.

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