Syrische Rebellen nehmen iranische Geiseln

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Syrische Rebellen wollen iranische Geiseln verhaftet haben. Kämpfen Iraner an der Seite des international umstrittenen Machthabers Assads?


Syrische Rebellen nehmen iranische Geiseln Assad-Gegner zeigt Victory-Zeichen. Foto: © Paul Zinken/dapd

Prof. Dr. Richard Schulze Prof. Dr. Richard SchulzeDirektor des Instituts für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie an der Universität Bern.

Syrien bleibt Dauerthema in den Medien. Täglich treffen Nachrichten über den Kampf zwischen Rebellen und dem Regime von Präsident Baschar Al-Assad ein. Momentan versuchen die Rebellen die syrische Stadt Aleppo einzunehmen.

Am Wochenende aber trafen Meldungen ein, die für Aufsehen sorgen. Der Iran wird verdächtigt, sich auf die Seite der Regierung Assads zu schlagen. Die Freie Syrische Armee hat am Wochenende 48 iranische Geiseln festgenommen. Diese sollen – so sagen die Rebellen in einem Video – der Iranischen Revolutionsgarde angehören. In Teheran streitet man das hingegen ab. Die Männer seien nur Pilger, die auf dem Weg nach Damaskus gewesen waren.

Aussage steht gegen Aussage und bis jetzt konnte noch keine auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Was bedeutet es aber, wenn sich der Iran nun tatsächlich aktiv in den syrischen Konflikt einmischen sollte? Weitet sich der Kampf zwischen Rebellen und Assad-Regime auf einen Nahost-Konflikt aus, an dem sich möglicherweise nicht nur der Iran, sondern auch Saudi-Arabien beteiligt?

Darüber haben wir mit Reinhard Schulze gesprochen. Er ist Direktor des Instituts für Islamwissenschaft an der Universität Bern und hat die Entwicklungen der letzten Monate verfolgt.

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