Die beiden Palästinenser-Organisationen Fatah und Hamas haben ein Friedensabkommen geschlossen - wir haben uns mit den Folgen beschäftigt.
Die beiden Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas haben sich auf ein Friedensabkommen geeinigt. Gemeinsam wollen sie nun für einen international anerkannten Palästinenserstaat eintreten. Doch während die Fatah als gemäßigt gilt, verfolgt die Hamas eher radikalislamische Ziele.
Anhänger der beiden Parteien hatten in den letzten Jahren mehrfach mit Waffen gegeneinander gekämpft. So waren die palästinensischen Autonomiegebiete nicht nur räumlich, sondern auch politisch zweigeteilt: Das Westjordanland regierte die Fatah, im Gaza-Streifen herrschte die Hamas.
Margret JohannsenFriedensforscherin und Nahost-Expertin
Nun also das Friedensabkommen, das unter Vermittlung der neuen ägyptischen Regierung in Kairo zustande kam. Die brennende Frage lautet jetzt: Welche Folgen hat das für den Friedensprozess mit Israel? Am Telefon sprachen wir mit Margret Johannsen, die als eine der gefragtesten Expertinnen zur Friedensforschung gilt und unter anderem das Lehrbuch „Der Nahost-Konflikt“ geschrieben hat.
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Christoph DinkelakerJournalist in Jerusalem
Doch wie werden die Konfliktlagen vor Ort diskutiert und gesehen? Eine Einschätzung zur Lage und Stimmung direkt aus Jerusalem gab uns Christoph Dinkelaker, der als Redakteur für "Zenith - die Zeitschrift für den Orient" arbeitet. Er hat die Stimmung auf den Straßen der geteilten Stadt beobachtet.

Fatah-Mann Mahmud Abbas soll weiterhin die Verhandlungen mit Israel führen - auf dem Bild ist er gerade bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch. / © Michael Kappeler (ddp)