Zum kommenden Wintersemester kann man an der TU Dresden in 16 Studiengängen auf Diplom studieren. Wie ist das mit der Bologna-Reform rund um Bachelor und Master vereinbar?
Ein wahres Chaos war die Umstellung des deutschen Studiensystems auf Bachelor- und Master-Studiengänge. Nun, 11 Jahre nach der Bologna-Konferenz, schienen die Organisationspannen zumindest ansatzweise behoben. Doch es bahnen sich - aus Sicht der Reformbefürworter - neue Komplikationen an.
Hans Müller-SteinhagenEr ist designierter Rektor an der TU Dresden.
Nun taucht der Diplomabschluss plötzlich wieder auf. An der größten Technischen Universität in Deutschland, der TU Dresden, werden ab dem kommenden Semester wieder 16 Diplomstudiengänge angeboten - unter anderem in den Fächern Architektur, Bauingenieurwesen, Informatik und Soziologie. Grund dafür ist nach Angabe der Hochschule die hohe Nachfrage der Studenten. Ist die Wiedereinführung des Diplomabschlusses eine Kampfansage an die Bachelor- und Master-Reform?
Wir haben mit Hans Müller-Steinhagen, dem designierten Rektor der TU Dresden über die Einführung der Diplomstudiengänge gesprochen.
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Blick in das Hörsaalzentrum der TU Dresden. Hier kann bald wieder auf Diplom studiert werden. Foto:Norbert Millauer/ ddp.