Warum die Bundeswehr in Afghanistan scheitert

von am

Die Erfolge der Bundeswehr in Afghanistan sind rar gesät. Schuld sei die mangelhafte Ausrüstung, so oft die Entschuldigung. Eric Chauvistré sieht das anders.


Warum die Bundeswehr in Afghanistan scheitert Bundeswehrsoldaten auf einer Erkundungsfahrt durch die Provinz Faisabad in Afghanistan. Foto: Michael Kappeler/ ddp.

Eric Chauvistré Eric Chauvistrétaz-Journalist und Buchautor

In Deutschland wird seit Monaten über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan diskutiert. Dabei kommt auch immer wieder die Frage auf, ob die Bundeswehr überhaupt für solche Kampfeinsätze geeignet ist. Generäle und Bundeswehr-Freunde beklagen meist die schlechte Ausrüstung. Der Autor Eric Chauvistré sieht das Problem woanders.

Die Kombination 'mangelnde Risikobereitschaft' plus 'heere Ziele' funktioniert nicht.

Eric Chauvistré ist freier Journalist und Autor des Buches „Wir Gutkrieger: Warum die Bundeswehr im Ausland scheitern wird“. Wir haben mit ihm über die Gründe des Scheiterns gesprochen.

»Interview mit Eric Chauvistré« herunterladen

Es liegt nicht an der mangelnden Ausrüstung oder der fehlenden Waffenkraft, sondern es ist ein prinzipielles Problem.


Es wurden bereits 3 Kommentare zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. Lars Seefeldt

    Lars Seefeldt am

    gut, dass die afghanistan-debatte auch auf detektor.fm stattfindet! dieses interview hinterließ mich aber eher ratlos. nur zu sagen, dass es ein prinzipielles problem gibt, halte ich für sehr wenig. mag sein, dass es falsch war, überhaupt in afghanistan einzumarschieren. aber wie soll man sich jetzt konkret verhalten? gibt es eine vertretbare alternative zur “neuen strategie” der bundesregierung? dazu würde mich die meinung des buchautoren interessieren. gerade weil er für eine nüchterne betrachtung eintritt.

  2. tobi

    tobi am

    @ lars:
    ich find das schon okay so. man kann nicht immer von allen die riesen weisheit mit allen lösungsvorschlägen erwarten, der mann ist doch kein prophet. der ist ein analyst, er analysiert die lage - und zwar, was ja auch nicht so häufig passiert, mit einem draufblick, der DIE Auslandseinsätze der Bundeswehr in den Blick nimmt, und nicht nur den Afghanistan-Einsatz. Der benennt Probleme und Analysiert Zusammenhänge, jetzt wäre es an der Zeit, dass andere (Verantwortliche, die das Mandat aussprechen oder Befehlsgewalt innehaben) darauf antworten. Vielleicht kann detektor das ja mal versuchen?

  3. Christian Bollert

    Christian Bollert am

    vielen dank für die reaktionen.

    @tobi:
    in der tat versuchen wir seit einiger zeit auch verantwortliche der bundeswehr und militärische experten zu interviewen.

    am dienstag nun werden wir mit brigadegeneral a.d. harald fugger sprechen. er kennt sich mit dem wiederaufbau aus und hat dort eine ähnliche strategie, wie sie nun in afghanistan verfolgt werden soll, umgesetzt.

    beste grüße aus dem studio in leipzig

 

Kommentar verfassen

Einfaches HTML (<a>,<b>,<i>,<code>,<blockquote>) ist erlaubt.

Wir veröffentlichen alle Kommentare, die nicht diffamierend oder rechtlich bedenklich sind. Wir bemühen uns binnen 24 Stunden alle Kommentare freizuschalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der entmenschlichte Krieg: die NATO schwenkt allmählich auf Drohnen um

Der entmenschlichte Krieg: die NATO schwenkt allmählich auf Drohnen um

1,45 Miliarden Euro will die NATO für Drohnen ausgeben. Auch die Bundeswehr wäre beim Kauf dabei. Damit folgt man den USA, die bereits heute Drohnen einsetzen, wo früher Soldaten waren. Das rettet eigene Leben - doch gilt das auch für die gegnerische Seite? mehr