Soldaten in Somalia: Was bedeutet Kenias Einmarsch?

von am

Am Sonntag hat das kenianische Militär die Grenze zu Somalia übertreten - um die radikal-islamische al-Shabaab-Miliz anzugreifen. Grund dafür soll die Entführung von vier Europäerinnen aus Kenia nach Somalia sein - eine der vier, eine Französin, ist seit heute tot.


Soldaten in Somalia: Was bedeutet Kenias Einmarsch? Die kenianische Flagge. /Foto: © Claus Bünnagel/pixelio.de

Kenia gilt als eines der reicheren Länder Afrikas: Das Land hat große Mengen Erdöl, und die Tourismusindustrie boomt. Damit Kenia sein Image als Urlaubsland behält, rückt das kenianische Militär gegen die radikalislamische al-Shabaab-Miliz in das Nachbarland Somalia ein. Denn die al-Shabaab-Gruppe soll vier Europäerinnen aus Kenia verschleppt haben.

Die entführte Französin wurde Anfang Oktober aus ihrem Haus in Kenia nach Somalia verschleppt. Was die genaue Todesursache der an Krebs erkrankten Frau ist, konnte das französische Außenministerium heute noch nicht mitteilen.

Asiem El Difraoui Asiem El Difraouiwissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Naher Osten und Afrika bei der «Stiftung Wissenschaft und Politik»  Die Militäroffensive gegen die al-Shabaab-Miliz dauert seit Sonntag an. Mittlerweile sind die kenianischen Truppen bereits 120 Kilometer in das Nachbarland vorgerückt. Unterstützt werden sie dabei von Soldaten der somalischen Übergangsregierung. Die al-Shabaab, die Kontakte zum Terrornetzwerk al-Qaida haben soll, droht unterdessen mit Vergeltungsschlägen gegen die kenianische Hauptstadt Nairobi. Die radikalislamische Gruppierung kämpft schon seit 2007 gegen die somalische Übergangsregierung und kontrolliert weite Teile im Süden Somalias.

Was genau hinter dem Angriff des kenianischen Militärs auf die somalische al-Shabaab- Miliz steckt, erklärt Asiem El Difraoui von der Stiftung Wissenschaft und Politik.

»Was bedeutet Kenias Einmarsch in Somalia« herunterladen

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben. Machen Sie den Anfang!

 

Kommentar verfassen

Einfaches HTML (<a>,<b>,<i>,<code>,<blockquote>) ist erlaubt.

Wir veröffentlichen alle Kommentare, die nicht diffamierend oder rechtlich bedenklich sind. Wir bemühen uns binnen 24 Stunden alle Kommentare freizuschalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Ostafrika - Hungersnot bedroht zehn Millionen Menschen

Ostafrika - Hungersnot bedroht zehn Millionen Menschen

Mehr als zehn Millionen Menschen sind in Ostafrika von Hunger und Dürre bedroht. Am schlimmsten ist die Situation im kenianischen Dadaab. Rund 380.000 Flüchtlinge leben dort. mehr