Wenn Entwicklungshilfe schiefgeht: Verunreinigtes Trinkwasser im Jemen

von am

Mit deutschen Geldern ausgebaute Trinkwassernetze im Jemen haben für neue Probleme gesorgt: Das Wasser aus den Leitungen war verunreinigt. Wie ist es dazu gekommen?


Wenn Entwicklungshilfe schiefgeht: Verunreinigtes Trinkwasser im Jemen Jeder Deutsche verbraucht im Durchschnitt 130 Liter Wasser am Tag. Ein Jemenite kommt gerade mal auf 10 Liter (laut care.de). Foto: © Steffi Loos/dapd

Stephan Klasen Stephan KlasenProfessor für Entwicklungsökonomik an der Universität Göttingen. Schon lange leidet das jemenitische Volk unter dem Wassermangel im Land. Die deutsche Entwicklungsbank KfW hat deshalb zwischen 1990 und 2004 im Jemen Änderungen in der Infrastruktur finanziert, um der Bevölkerung den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu erleichtern.

Ein Bericht der Universität Göttingen zeigt jetzt aber, dass diese Hilfe eher kontraproduktiv war: Die Wissenschaftler haben im Auftrag der KfW herausgefunden, dass das Wasser in den betroffenen Städten hinterher gar nicht sauberer, sondern im Gegenteil sogar verschmutzter war als vorher.

Wie es dazu kommen konnte, das fragen wir Stephan Klasen, Professor für Entwicklungsökonomik an der Universität Göttingen.

»Wenn Entwicklungshilfe schiefgeht - Jemens verunreinigtes Trinkwasser« herunterladen

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben. Machen Sie den Anfang!

 

Kommentar verfassen

Einfaches HTML (<a>,<b>,<i>,<code>,<blockquote>) ist erlaubt.

Wir veröffentlichen alle Kommentare, die nicht diffamierend oder rechtlich bedenklich sind. Wir bemühen uns binnen 24 Stunden alle Kommentare freizuschalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

50 Jahre deutsche Entwicklungshilfe - Ein Grund zum Feiern?

50 Jahre deutsche Entwicklungshilfe - Ein Grund zum Feiern?

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird heute 50 Jahre alt. Doch bereits im Vorfeld wurde Kritik laut. Warum? Ein Gespräch über die bisherige deutsche Entwicklungspolitik. mehr