Großbritannien: Zerbricht die Regierung Cameron an höheren Studiengebühren?

09.12.2010

Die britische Regierung hat die Studiengebühren erhöht. Und die anhaltenden, teils gewalttätigen Proteste dagegen werden allmählich zur Zerreißprobe für die Koalition.

David Cameron blickt einer ungewissen Zukunft entgegegen - die britische Regierung hat heute ihre erste harte Bewährungsprobe. / © Nigel Treblin (dapd)

Korrespondent der »Zeit« in London.Jürgen KrönigKorrespondent der »Zeit« in London. 

Noch im Vorfeld der Wahlen wurde bei den Liberal Demokraten ein Anstieg der Studiengebühren kategorisch abgelehnt. Doch Großbritannien hat ein Problem: den im Vergleich zu anderen europäischen Staaten hohen Anteil von Studenten an der Gesamtbevölkerung. Der Sparzwang lässt in diesem Fall nur zwei logische Konsequenzen zu: eine Verringerung der Studienplätze oder höhere Gebühren.

Heute kommt es nun im britischen Unterhaus zu einer Abstimmung über die Studiengebühren. Die Koalition unter David Cameron, der auch Chef der Conservative Party (kurz: Tories) ist, gerät dabei zunehmend unter Druck.

Jürgen Krönig beobachtet für die „Die Zeit“ in London das Geschehen und hat mit uns über Proteste, Pläne und Prognosen gesprochen.

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