China als Rettungsanker für EU und USA: Welche Ziele verfolgt Wen Jiabao?

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In der Debatte um die Euro-Rettung kommen Investitionen aus China den Krisenstaaten gerade recht. Doch umsonst sind die chinesischen Finanzhilfen nicht - Premier Wen Jiabao verknüpft sie mit Forderungen.


China als Rettungsanker für EU und USA: Welche Ziele verfolgt Wen Jiabao? Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao sichert der EU und den USA Finanzhilfen zu. Foto: © Axel Schmidt /dapd

Heute beginnt das Treffen des Weltwirtschaftsforums in der chinesischen Hafenstadt Dalian. Chinas Regierungschef Wen Jiabao präsentiert sich dort als „Retter in der Not“. China will Europa und den USA mit neuen Investitionen helfen. Im Gegenzug soll die Europäische Union als zweitgrößte Volkswirtschaft China endlich als Marktwirtschaft anerkennen. Von den USA wiederum fordert China mehr Offenheit gegenüber Investitionen chinesischer Firmen und weniger Exportbeschränkungen.

Rolf Langhammer Rolf Langhammerist Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft. Als Exportweltmeister und größter Gläubiger der USA hat China die nötige Macht, diese Anforderungen zu stellen. Derzeit hat das Land etwa 3200 Milliarden Dollar Devisenreserven angelegt. Langfristig wollen die Chinesen den Euro-Raum stärken, um so weniger abhängig vom Dollar zu werden.

China liefert vergiftetes Spielzeug und die USA vergiftete Wertpapiere...

...so bringt Rolf Langhammer das Verhältnis Chinas zum Westen salopp auf den Punkt. Im Interview mit detektor.fm erklärt der Wirtschaftswissenschaftler und Asien-Experte am Institut für Weltwirtschaft in Kiel welche Rolle China im weltweiten Finanzmarkt spielt und warum es für das Land wichtig ist, als Marktwirtschaft anerkannt zu werden.

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