Kernenergie: “Die Konzerne müssen die Kosten tragen”

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Alte Atomkraftwerke schlucken derzeit 400 Millionen Euro im Jahr - Das Geld wird für Sanierungen, Rückbau und Atommülllagerung benötigt. Wer das bezahlt und ob der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird, beantwortet Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.


Kernenergie: “Die Konzerne müssen die Kosten tragen” Rückbau des Kernkraftwerks im mecklenburgischen Lubmin in der Nähe von Greifswald. Foto: Jens Köhler/ ddp.

Claudia Kemfert Claudia KemfertDie Professorin findet, dass die Konzerne zahlen sollten. Seit Wochen wird in der Bunderegierung über die Einführung einer Brennelementesteuer diskutiert. Ob sie tatsächlich kommen wird ist unklar, denn selbst innerhalb der Regierung regt sich Widerstand.

Die Befürworter haben jedoch ein neues Argument auf ihrer Seite, denn die Kosten für den Rückbau alter Atomreaktoren drohen zu explodieren. In den nächten 25 Jahren werden über fünf Milliarden Euro mehr benötigt, als bisher erwartet. Es scheint außerdem sehr wahrscheinlich, dass die Kosten weiter steigen.

 

Claudia Kemfert ist Professsorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance und Leiterin der Abteilung „Energie, Verkehr und Umwelt“ am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

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