EZB verleiht zum vorerst letzten Mal billiges Geld – was steckt dahinter?

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In Frankfurt am Main haben Banken zum letzten Mal die Möglichkeit gehabt, sich billig Geld bei der EZB zu leihen. Denn ab kommenden Jahr gelten wieder strengere Regeln.


EZB verleiht zum vorerst letzten Mal billiges Geld - was steckt dahinter? Das Gebäude der EZB in Frankfurt am Main. Foto: Thomas Lohnes/ ddp.

Die Europäische Zentralbank leiht Banken in Zeiten der Krise Geld zu besonders günstigen Konditionen. Als Zentralbank wacht die EZB über den europäischen Geldmarkt. Nur noch heute konnten sich Banken für ein Jahr lang Geld bei der EZB leihen, zum niedrigen Leitzinssatz von 1 Prozent. Wir haben mit einem Experten gesprochen, um das Ganze zu verstehen. Hören Sie hier das Gespräch zwischen detektor.fm-Reporter Christian Bollert und Professor Wolfgang Gerke vom Bayerischen Finanzzentrum:

»Gespräch mit Professor Gerke« herunterladen


Es wurde bereits 1 Kommentar zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. tobi

    tobi am

    Kleine Anmerkung:

    Man kann eine Kreditklemme nicht mit niedrigen Zinsen abschaffen. Ursache ist doch die Angst der Banken, sich noch mehr faule Kredite ins Boot zu holen, wenn sie in Zeiten wie diesen an nicht 100% sichere Kunden Geld verleihen. Ist denn das so schwer zu verstehen?

    Wenn die Politik sich also ernsthaft um mittelständische Unternehmen kümmern will, müsste sie sich schleunigst mit den Bilanzregeln der Banken befassen, anstatt naiv von “gesellschaftlicher Verantwortung” der Banken zu faseln. Indem die Banken sich nicht weiter an den Abgrund wagen, sind sie äußerst verantwortlich, sorry, auch wenn man das nicht gerne hört.

    Und mal ganz ehrlich: bei Auslandsgeschäften gibt es ja bereits Kreditsicherung, für den Fall dass der Gläubiger nicht zahlen kann. Ähnliche Ideen werden in anderen OECD Ländern bereits für’s Inland entwickelt.

    Das ganze mit über Zinspolitik zu versuchen ist so erfolgversprechend, wie bei angezogener Handbremse die Oktanzahl im Benzin zu erhöhen. Die Kiste kann nicht schneller fahren. Zumal, es steht auch ganz klar im Statut der EZB: es geht nur um Inflation (das ist schon schwierig genug) nicht um Wirtschaftswachstum.

 

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