Fluglotsenstreik: Die Macht der Splittergewerkschaften

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Die deutschen Fluglotsen dürfen streiken, ihre Gewerkschaft fordert mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen: Erneut beschäftigt eine Splittergewerkschaft das Land. Reiner Lobbyismus - oder logische Konsequenz gesellschaftlicher Entwicklungen?


Fluglotsenstreik: Die Macht der Splittergewerkschaften Der Streik der Fluglotsen darf am Dienstag beginnen. / Foto: © Joerg Koch/dapd

Prof. Manfred Wilke Prof. Manfred Wilkeist Soziologe und Publizist. / © Manfred Wilke/www.sed-staat.de Ein Gericht hat es dann doch noch erlaubt: Am Dienstag wollen die Fluglosten von 6 bis 12 Uhr ihre Arbeit niederlegen. Das ist der erste flächendeckende Streik in der Geschichte der Fluglotsen in Deutschland.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung, die GdF, fordert 6,5 Prozent mehr Geld. Doch in dem Streik geht es nicht nur um ein höhreres Gehalt. Die GdF fordert außerdem bessere Arbeitsbedingungen. Die Deutsche Flugsicherung habe in den letzten Jahren nicht für genügend Nachwuchs gesorgt. Viele Fluglotsen müssten Überstunden leisten.

Die Forderungen der Gewerkschaft fallen mitten in die Urlaubszeit. Ein Streik käme daher natürlich mehr als ungelegen. Die Problematik führt außerdem zu einer ganz anderen Frage: Wie kann es sein, dass kleine Berufsgruppen immer wieder ein ganzes Land in Aufregung versetzen?

Manfred Wilke war Professor für Soziologie und hat u.a. die deutsche Gewerkschaftslandschaft erforscht. Mit ihm sprechen wir über den Fluglotsenstreik und die Rolle, die Splittergewerkschaften inzwischen einnehmen.

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