Steuersenkung adé? Gegen geplante Steuerentlastungen regt sich Widerstand

von am

Weniger Steuern zahlen? Den Privatmann freuts. Die Leidtragenden aber sind Städte und Kommunen, die sowieso schon unter enormen Schuldenlasten ächzen. Sie hoffen auf eine Blockade der Pläne.


Steuersenkung adé? Gegen geplante Steuerentlastungen regt sich Widerstand Geht es nach den Plänen der schwarz-gelben Koaltion, sollen Steuerzahler ab 2013 stärker entlastet werden./ Foto: © Thommy Weiss/ pixelio.de

Gestern haben FDP-Chef Philipp Rösler und Finanzminister Schäuble angekündigt, ab 2013 Steuerentlastungen einzuführen. Die Bundesregierung plant demnach Steuerentlastungen zwischen sechs und sieben Milliarden Euro.

Das hält die Oppostion angesichts der finanziellen Risiken um die Euro-Rettung für unverantwortlich. Die SPD-regierten Länder wollen daher die Steuerentlastungspläne im Bundesrat blockieren. Denn der Steuerzahler würde zwar entlastet werden - im Gegenzug aber müssten die Kommunen jährlich rund 900 Millionen Euro mehr zahlen. Das wäre für die sowieso chronisch unterfinanzierten Gemeinden und Kommunen eine starke Belastung.

Den Menschen ist es viel wichtiger, dass es vernünftige Schulen und Kitas gibt, anstatt 30 Euro mehr im Geldbeutel zu haben

meint Gerd Landsberg, Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Wie die Kommunen mit der zusätzlichen Belastung umgehen und was er sich von einer Blockade der Steuerentlastungspläne erhofft, erklärt Gerd Landsberg im detektor.fm-Interview.

»Chef des Deutschen Städte- und Gemeindebundes über geplante Steuerentlastungen« herunterladen

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben. Machen Sie den Anfang!

 

Kommentar verfassen

Einfaches HTML (<a>,<b>,<i>,<code>,<blockquote>) ist erlaubt.

Wir veröffentlichen alle Kommentare, die nicht diffamierend oder rechtlich bedenklich sind. Wir bemühen uns binnen 24 Stunden alle Kommentare freizuschalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

“Das war eine ganz bittere Niederlage” -  Wolfgang Tiefensee im Interview

“Das war eine ganz bittere Niederlage” -  Wolfgang Tiefensee im Interview

Er gilt als politischer Star aus dem Osten. Leipziger Oberbürgermeister, Bundesverkehrsminister, doch bei der letzten Wahl verlor er sein Direktmandat. mehr