Q-Cells-Insolvenz: Warum ist die Solar- eine Problembranche?

03.04.2012

Mit der Insolvenz von Q-Cells ist mittlerweile der vierte deutsche Solarkonzern pleite. Die Begründung: Oft sei die Billigkonkurrenz aus Asien Schuld daran. Doch wie geht es mit der Branche weiter? Wir fragen einen Energiewirtschaftler nach Lösungsvorschlägen.

Deutsche Solarmodule sind auf dem Weltmarkt nicht mehr so begehrt wie früher einmal. / Foto: © Michael Gottschalk / dapd

Christoph Weberist Professor für Energiewirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. 

Das Unternehmen Q-Cells war einmal ein Vorzeige-Projekt. Es hat eine ganze Region befruchtet, war für das Land Sachsen-Anhalt ein Hoffnungsträger und es galt als Branchenprimus in der Solar-Industrie.

Q-Cells hatte einmal einen Marktwert von 8 Milliarden Euro – und ist nun insolvent.

Nach Solon, Scheuten Solar und Solar Millenium geht mit Q-Cells nun das vierte Großunternehmen pleite, das aus der Sonne Energie machen wollte.

Was ist eigentlich das Problem der deutschen Solarbranche? Das haben wir Christoph Weber gefragt. Er ist Professor für Energiewirtschaft an der Universität Duisburg-Essen.