Satellitensystem Galileo – leider nicht so revolutionär, wie sein Namensgeber

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In den nächsten Tagen sollen die ersten Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo ins All geschossen werden - um Jahre verspätet und viel teurer als geplant. Kritiker fragen: wozu braucht Europa ein eigenes Navigationssystem?


Satellitensystem Galileo - leider nicht so revolutionär, wie sein Namensgeber Galileo hat bis jetzt rund 5 Milliarden Euro gekostet. Das sind fast 2 Milliarden mehr als geplant. © ESA/dapd

Andreas Schütz Andreas Schützvom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.  Es passte in die schwierige Entstehungsgeschichte von Galileo: Eigentlich sollten heute die ersten Satelliten dafür ins All geschossen werden, doch es gab Probleme, der Raketenstart musste verschoben werden. Schon im Jahr 2003 haben die EU und die Europäische Raumfahrtbehörde ESA das europäische Satellitensystem Galileo auf den Weg gebracht. Damit sollte Europa unabhängiger von den amerikanischen und russischen Navigationssystemen GPS und Glonass werden. Ursprünglich sollte Galileo 2010 starten, jetzt wird es frühestens 2014 in Betrieb gehen.

Galileo hat bislang mehr als 5 Milliarden Euro gekostet. Viele Experten finden das zu teuer – vor allem, wenn man bedenkt, dass es schon andere sehr gut funktionierende Systeme gibt. Was das Besondere an Galileo ist und warum das Satellitensystem zum Beispiel in China oder Russland auf politischen Widerstand trifft, fragen wir Andreas Schütz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR.

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