Schuldenkrise: Was bringt ein Trennbankensystem?

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Die Politik muss Banken stärker regulieren - darin sind sich fast alle Experten einig. Nur wie, dazu gibt es ständig neue Vorschläge. Der Jüngste: Das Trennbankensystem, also die Trennung von Investmentbanking und normalem Sparer-Geschäft. Aber kann uns das auch kurzfristig helfen?


Schuldenkrise: Was bringt ein Trennbankensystem? Müsste nach dem Willen von Sigmar Gabriel umgebaut werden: Die Deutsche Bank. © Theo Heimann/ddp

Weltweit demonstrieren Menschen gegen die Macht der Banken. Unvernünftige Bänker werden für die Schuldenkrise verantwortlich gemacht. Die Politik will deshalb für Banken strengere Regeln einführen.

Konrad Becker Konrad Beckerist Bankenanalyst bei der Privatbank Merck Finck & Co. Der SPD-Parteichef Sigmar Gabriel hat jetzt eine gar nicht mal so neue Idee wieder ins Spiel gebracht: Er will das Investmentbanking vom normalen Bankgeschäft mit Girokonten und Sparbüchern trennen. Wenn Investmentbanker dann mit riskanten Spekulationen auf die Nase fallen, ist hinterher nicht das Geld der privaten Sparer weg, so jedenfalls die Theorie. In den USA galt dieses, so genannte Trennbankensystem, jahrzehntelang. Erst in den 90er Jahren wurde es Schritt für Schritt abgeschafft.

Würden getrennte Banken jetzt helfen, die Schuldenkrise zu bekämpfen? Wie viele Banken würde das in Deutschland überhaupt betreffen? Und wenn diese alte Idee so gut ist, warum wurde sie dann nicht früher durchgesetzt?

Das fragen wir Konrad Becker, er ist Bankenanalyst bei der Privatbank Merck Finck & Co.

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