Strom aus Reserve-AKW? Bundesnetzagentur sagt Nein – und setzt auf Kohle

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Seit Wochen sucht die Bundesnetzagentur nach Wegen, wie die Deutschen ohne Strom aus Atomkraftwerken überwintern können. Jetzt hat die Behörde eine Lösung gefunden, mit der auch Atomkraftgegner zufrieden sein können.


Strom aus Reserve-AKW? Bundesnetzagentur sagt Nein - und setzt auf Kohle Deutschland setzt auf die Erneuerbaren - auch im Winter will man ohne Strom aus einem Kaltreserve-AKW auskommen. Foto: © Maren Beßler Link zu pixelio.de

Was macht man an einem kalten Wintertag, wenn kein Strom für die Heizung da ist? Dieser Frage ist die Bundesnetzagentur nachgegangen. Schließlich muss Deutschland künftig in der Lage sein, genug Strom zu produzieren - auch ohne die acht alten Atomkraftwerke, die nach Ablauf des Atommoratoriums endgültig vom Netz genommen wurden. Lange Zeit sah es so aus, als würde ein Atommeiler auf Reserve im Standby Modus gehalten. Doch jetzt hat Matthias Kurth, der Präsident der Netzagentur, bekanntgegeben: Es wird kein Reserve-AKW benötigt.

Matthias Kurth Matthias KurthChef der Bundesnetzagentur. "Die Suche nach einer Alternative war erfolgreich. Die Länder waren äußerst kooperativ, um ein mögliches Atomkraftwerk in Kaltreserve zu vermeiden", so Kurth. Wenn es zu Engpässen bei der Stromversorgung im Winter kommen sollte, würde man den Strom aus Kohlekraftwerken beziehen. Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg werde dann einen weiteren Block im Kohlekraftwerk in Mannheim anlaufen lassen.

Vor einem Monat noch hatte Matthias Kurth im Gespräch mit detektor.fm die Lösung mit dem Reserve-Altmeiler für wahrscheinlich gehalten. Warum er seine Meinung jetzt doch geändert hat, fragen wir ihn heute im Interview.

»Interview mit Matthias Kurth zum Nein der Bundesnetzagentur zum Reserve-AKW« herunterladen

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