Teure Medikamente für arme Länder

15.03.2010

Teure Impfstoffe für Erkrankungen werden oft nicht entwickelt - weil arme Länder nicht finanzkräftig genug sind. Ein Team von Virologen in Leipzig will das ändern.

Virologen im Hochsicherheitslabor. / © Thomas Lohnes (ddp)

forscht zu unbekannten Viruserkrankungen.Christian Jassoyforscht zu unbekannten Viruserkrankungen. 

An die Schweinegrippe und an die Vogelgrippe erinnern sich die meisten noch gut. Und auch das Aids-Virus, Malaria oder andere Virenerkrankungen werden regelmäßig in den Nachrichten gezeigt. Und meistens scheint es dann, als ob diese Viren an sehr fernen Orten entstehen. Unerforschte Virenerkrankungen gibt es viele – und genau diese Tatsache stellt auch für die Forschung eine Schwierigkeit dar: denn die Entwicklung von Impfstoffen ist kein ganz leichtes Spiel. Um das in der Zukunft etwas einfacher zu gestalten, forscht in Leipzig eine Gruppe von Wissenschaftlern – nicht an den Impfstoffen selbst, sondern an den Methoden für ihre Herstellung. Und das könnte mittelfristig auch ärmeren Ländern zugute kommen, die sich bisher teure Impfstoffe nicht leisten können. Darüber sprachen wir mit dem leiter der Forschungsgruppe Christian Jassoy.

Marcus Engert

ist bei detektor.fm verantwortlich für Programm und Redaktion, unterrichtet im Master-Programm "Online Radio" der MLU und hat vor detektor.fm u.a. für die Nachrichtenagentur dapd, den BBC World Service und verschiedene ARD-Anstalten gearbeitet. Kann sich bei Kennenlern-Fragen, wenn es denn unbedingt sein muss, für Kaffee und gegen Tee, für Meer und gegen Berge, für Bier und gegen Wein entscheiden, aber niemals zwischen Hunden und Katzen.

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